Sport- und Geländewagen in einem: Porsche Cayenne Turbo

, 27.08.2007


Mehr Leistung, weniger Verbrauch: Das jedenfalls verspricht Porsche beim neuen Cayenne. Motorvision hat mit dem Cayenne Turbo die Probe aufs Exempel gemacht.

An Pfeffer hat es dem Cayenne noch nie gefehlt. Aber vielleicht gibt es ja wirklich Leute, die sich an die 450 PS des Vorgängers gewöhnt haben. Deshalb gibt es jetzt den neuen Porsche Cayenne Turbo mit satten 500 PS. Er wiegt leer über 2,3 Tonnen und spurtet in nur 5,1 Sekunden von 0 auf 100. Das ist schneller als der aktuelle BMW M3.

Kein Auto mit diesem Gewicht und diesem Aufbau liegt so gut auf der Straße wie der Cayenne. Und kaum ein anderes SUV ist bei Klimaschützern so verhasst. Man kann über den Cayenne sagen, was man will, aber er ist das Auto, das Porsche reich gemacht hat. Seit 2002 wurden 150.000 Stück verkauft. Ohne den Cayenne wäre der groß angelegte Einstieg bei VW durch Porsche kaum denkbar.

Wir haben gehofft, dass er in der zweiten Generation auch hinten markanter wird. Vorne hat ihn das Facelift dynamischer gemacht, hinten leider nicht. Der Turbo kostet fast 109.000 Euro, aber dafür bekommt man ein Auto, das durch 55 Zentimeter tiefes Wasser fahren kann, 275 km/h schnell ist und 45 Grad Steigung bewältigt. Die im Turbo serienmäßige Luftfederung macht das eigentlich Unmögliche möglich. Die Rückfahrkamera ist nicht Serie und kostet 1.654 Euro extra. Neu ist allerdings der Motor. Der größere Hubraum (4,8 Liter) und die Direkteinspritzung sollen den Verbrauch drücken und die Leistung erhöhen.

Der Cayenne ist deshalb ein Verkaufsschlager, weil man mit ihm einfach alles machen kann. Am Strand herumdriften, den Großeinkauf erledigen und dann auf die Autobahn, immer auf der linken Spur.

Bisher war dieser Fahrspaß ungetrübt. Dank Allrad, Untersetzung und Sperre kann man den Cayenne im Sand auch kaum festfahren. Auch Salzwasser macht ihm nichts, dank der voll verzinkten Karosserie. Über die Luftfederung kann der Fahrer Bodenfreiheit und Federungshärte bestimmen. Das allein reicht, um das 2,3-Tonnen-Auto beinahe wie einen Sportwagen zu bewegen.

Für 3.200 Euro kann man noch einen Wankausgleich bestellen, der verhindert, dass sich das Auto in der Kurve stark zur Seite neigt. Eine Pumpe presst Öl mit bis zu 180 bar in die Federbeine.

Doch auch wegen Features wie dem Wankausgleich schaffen wir nicht die von Porsche versprochenen 15 Liter Durchschnittsverbrauch. Der Cayenne ist Sport- und Geländewagen in einem. Doch das bezahlen wir mit viel Gewicht und zuviel CO2. Deshalb ist der Fahrspaß mit einem Cayenne nicht mehr ungetrübt.

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