Toyota Auris Touring Sports Hybrid Test: Das sparsame Ladewunder

, 23.01.2014


Wer ein Hybrid-Auto kauft, möchte Sprit sparen. Toyota geht jetzt einen Schritt weiter und bietet dazu noch eine Menge Platz: Der neue Toyota Auris Touring Sports Hybrid ist der erste Kombi mit Vollhybrid-Antrieb in der Kompaktklasse, der zusätzlich mit viel Stauraum und höchster Funktionalität punkten soll. Schränkt die Hybrid-Batterie den Raum ein? Ist der von Toyota angegebene Spritverbrauch von nur 4,0 Litern auf 100 Kilometern realistisch? Wir wollten es genau wissen und testeten den Hybrid-Kombi.

Die Japaner streckten den Toyota Auris deutlich in die Länge, so dass der Kombi gegenüber der Schrägheck-Version um 28,5 Zentimeter wuchs. Dieser zusätzliche Platz kommt voll und ganz dem Gepäckraum und dem Fond zugute. Auf den Rücksitzen finden sogar rund 1,80 Meter lange Personen genügend Beinfreiheit vor, während auf den Vordersitzen Riesen mit 1,90 Metern Länge großzügige Platzverhältnisse genießen.

Wer jetzt an die große Hybrid-Batterie denkt, die oftmals in anderen Hybrid-Fahrzeugen das Ladevolumen stark einschränkt, wird verblüfft sein: Toyota baute die Hybrid-Batterie clever unter den Rücksitzen ein, so dass sich der leicht zugängliche, mit einer praktischerweise flachen Ladekante ausgestattete Gepäckraum wie bei einem Modell mit Benzin- oder Dieselmotor in voller Größe zeigt.

Bereits mit aufrechten Rücksitzen liegt die Ladelänge bei 1,115 Metern und die Breite bei 1,452 Metern, was ein Volumen von 530 Litern ergibt. Werden die im Verhältnis 60:40 geteilten Rücksitze umgeklappt, was sowohl vom Kofferraum als auch vom Fond aus komfortabel möglich ist, vergrößert sich die Ladelänge auf 2,047 Meter und das Gesamtvolumen steigt auf 1.658 Liter. Dem Familienbesuch bei einem skandinavischen Möbelhaus und anderen größeren Besorgungen steht damit nichts im Weg.

Wie groß der Platz im Toyota Auris Hybrid Touring Sports ist, veranschaulichen folgende Vergleiche der ebenfalls kompakten Kombis, die jedoch nicht mit einem sparsamen Hybrid-Antrieb erhältlich sind und keine Hybrid-Batterie unterbringen müssen: Beim VW Golf Variant sind es in puncto Ladevolumen 605 Liter/1.620 Liter (aufrechte Rücksitze und umgeklappte Lehnen), beim Opel Astra Sports Tourer 500 Liter/1.550 Liter, beim Ford Focus Turnier 490 Liter/1.519 Liter und beim Hyundai i30 cs 528 Liter/1.642 Liter.

Doch hinter der sich weit öffnenden, eine breite Ladeöffnung preisgebenden Heckklappe des Toyota Auris Hybrid Touring Sports verbirgt sich noch mehr: Ein zweifach höhenverstellbarer Gepäckraumboden ermöglicht eine ebene Ladefläche. Die Ladekante fällt schön flach aus, sogar 8 Zentimeter niedriger als bei der Schrägheck-Variante, was das Be- und Entladen des Toyota Auris Hybrid Touring Sports einfach gestaltet. Darüber hinaus punktet der japanische Kombi mit Verzurrösen zum Befestigen des Gepäcks, Aufhängern für Einkaufstaschen, einem Gepäckraumnetz und Ablagefächern in den Seiten des Kofferraumes und weiteren versteckten Fächern unter dem Ladeboden.

Entschlossen nach vorne

Toyota führt das dynamische Design beim Auris Touring Sports Hybrid fort, das insbesondere durch die schnittige Front für Akzente im Straßenverkehr sorgt. Die schmalen Scheinwerfer und LED-Tagfahrleuchten sowie der trapezförmige untere Kühllufteinlass verleihen dem Auris einen entschlossenen Ausdruck. Nebelscheinwerfer mit verchromten Einfassungen flankieren den unteren Kühlergrill. Chrom-Applikationen setzen ebenso den unteren Kühllufteinlass in Szene.

In der Seitenansicht fällt die flach angestellte Windschutzscheibe ins Auge, die fließend in das nach hinten verlängerte Dach mit eloxierten Leichtmetall-Dachschienen und einem integrierten Heckspoiler übergeht. Der verlängerte, verglaste Bereich mit drei Seitenscheiben weist schwarze Karosseriesäulen auf, wobei die Macher die B-Säule in hochglänzender Klavierlack-Optik hielten. Das Heck des Toyota Auris Touring Sports zeichnet sich schließlich durch ein eigenständiges Design von Stoßfänger und Heckklappe aus.

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