Volvo XC90 T8 Twin Engine 2016 Test: Hammer-Attacke mit 407 PS

, 13.02.2016


Rund 40 Kilometer kann der SUV mit einer vollen Batterie rein elektrisch zurücklegen - mehr als die meisten Menschen pro Tag fahren, so dass sich dieser SUV bestens für Berufspendler eignet, die eine Lademöglichkeit besitzen und damit das Dickschiff stets elektrisch betreiben können. Die Ladezeiten betragen zwischen 2,5 Stunden (16 Ampere) und 6,0 Stunden (6 Ampere). Über eine Smartphone-App lässt sich der Ladezustand jederzeit praktisch abrufen.

In Deutschland gibt es weitere Vorteile: Durch seine vergleichsweise hohe elektrische Reichweite erhält der Volvo XC90 T8 Twin Engine ein E-Kennzeichen und kann damit, wenn es die Kommune freigibt, auf Busspuren fahren und kostenlos in Innenstädten parken.

Power-Modus: Bei sportlichen Fahrern kommt im Power-Modus Freude auf, bei dem der Benziner und der Elektromotor gemeinsam für den Vortrieb sorgen und die maximale Leistung zur Verfügung stellen. Bereits beim Beschleunigen aus dem Stand macht es sich dies bemerkbar: Durch das sofort anliegende Drehmoment des Elektromotors spurtet der Volvo XC90 T8 Twin Engine imposant nach vorne. Mehr noch: Drehen die vom Benziner angetriebenen Vorderräder durch, liefert der Elektromotor an der Hinterachse die passende Unterstützung.

Oberhalb von 170 km/h kuppelt das System den Elektroantrieb aus, um ein Überdrehen zu vermeiden. Positiv fallen im Power-Modus das schneller ansprechende Gaspedal, die straffere Lenkung und die sportlichere Getriebeabstimmung mit späterem Hochschalten und dem Bevorzugen niedrigerer Gänge auf.

Save-Modus: Bei Bedarf lässt sich die in der Batterie gespeicherte Energie für eine spätere, rein elektrische Fahrt im Pure-Modus aufsparen - in puncto Verbrauch ist das allerdings am ineffizientesten. Im Save-Modus bleibt die Batterie immer so weit geladen, dass der Volvo noch mindestens 20 Kilometer rein elektrisch zurücklegen kann, um zum Beispiel am Ende einer längeren Autobahnfahrt emissionsfrei eine innerstädtische Umweltzone zu befahren oder mit dem stillen Gleiten vor die Haustür den Nachbarn zu imponieren.

AWD-Modus: Für rutschige Fahrbahnoberflächen wie Eis und Schnee schuf Volvo den „AWD“-Modus, der alle vier Räder antreiben kann. Bei normalen Fahrbedingungen leitet der Allrad-Modus die Antriebskräfte allerdings an die Vorderräder. Der Elektromotor ist aber dauerhaft betriebsbereit, um bei möglichen Traktionsverlusten an der Vorderachse sofort eingreifen zu können.

Wen es mit dem Volvo XC90 T8 Twin Engine ins Gelände treibt: Auf der Basis des AWD-Modus steht bei niedrigem Tempo zudem das Fahrprogramm „Off Road“ zur Verfügung, der dem Fahrzeug zusätzliche Stabilität verleiht. Die Bodenfreiheit erhöht sich in diesem Modus um 40 Millimeter, die Bergabfahrhilfe wird aktiviert und die Lenkunterstützung angehoben. Oberhalb von 40 km/h wechselt das Fahrzeug vom „Off Road“-Programm automatisch in den Hybrid-Modus.

Auf Luft fahren: Ganz dem Komfort gewidmet

Trotz seines beeindruckenden Vortriebs ist der Volvo XC90 T8 Twin Engine kein Sportler - und das will er auch nicht sein. Für hohen Komfort an Bord sorgt das adaptive Luftfahrwerk, das Unebenheiten der Straße bestens absorbiert. Für ein Dickschiff fällt sogar die Seitenneigung in Kurven relativ gering aus. Sollte es ein Fahrer in Kurven dennoch zu schnell angehen, schiebt der schwere SUV über die Vorderräder. Doch das elektronische Stabilitätsprogramm ESP greift sicher ein und bringt das Dickschiff sicher zurück in die Spur.

Innenraum: Beeindruckend luxuriös - Volvo kann es!

Der Einstieg verblüfft: Der Volvo XC90 besitzt zweifellos einen der schönsten und luxuriösesten Innenräume seiner Klasse. Feinstes Leder, wohin das Auge reicht, eine hochwertige Verarbeitung bis ins Detail und das, was wie Carbon-Einlagen aussieht, ist nicht einfach nur ein Imitat, sondern Echtcarbon. Wie ernst es Volvo mit dem Luxus meint, zeigen unter anderem der Schalthebel aus Kristallglas und die Bedienknöpfe im Diamantschnitt für die Start-Stopp-Automatik und die Lautstärkenregulierung, die sich allesamt als echte Hingucker erweisen.

Die sportliche Ausrichtung der „R-Design“-Linie unterstreichen derweil komfortable und viel Seitenhalt bietende Sportsitze aus Nubuk und perforiertem Leder sowie das mit Leder bezogene Sportlenkrad und weitere Details wie die Edelstahl-Pedalerie und beleuchtete Einstiegsleisten.

Dazu besticht das stilvolle Cockpit durch wenige Knöpfe; denn die Bedienung zahlreicher Funktionen wie Navigation, Medien, Telefon, Apps und Klimaanlage erfolgt über den 9,2 Zoll beziehungsweise 23,4 Zentimeter großen Bildschirm im Hochformat, der an ein Tablet erinnert. Zurecht: Wer sein Smartphone kennt, kann den Touchscreen in der Mittelkonsole intuitiv bedienen.

Das Infotainment-System bietet Cloud basierte Apps für Musik-Streaming und praktische Dienste wie „Park & Pay“, der die Parkplatzsuche und den Bezahlvorgang im Parkhaus übernimmt. Über die Betriebssysteme „Apple CarPlay“ und „Android Auto“ können Nutzer zudem Features und Services, die sie von ihren Smartphones und Tablets kennen, im Fahrzeug abrufen und auf dem großen Touchscreen darstellen lassen.

Durch das riesige Panorama-Glasdach strömt derweil viel Licht in das Interieur. Das Dach lässt sich als Schiebedach weit öffnen oder im hinteren Bereich zur Belüftung aufstellen. Ein stufenlos einstellbarer Sonnenschutz ist von innen integriert und lässt sich elektrisch betätigen. Im Fahrzeugmenü kann der Fahrer zudem einstellen, dass sich der Sonnenschutz automatisch schließt, wenn das Fahrzeug bei einer Außentemperatur von mindestens 25 Grad Celsius geparkt und abgeschlossen wird.

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