VW Beetle Dune Test: Extrem cool! Der Käfer mit GTI-Power

, 02.07.2016


Jetzt muss er sich beweisen: Der wahre Fahrspaß beginnt in Kurven

Geradeaus können viele schnell fahren. Der wahre Spaß beginnt allerdings erst in Kurven. Wer jetzt beim Beetle an einen langweiligen Cruiser denkt, liegt falsch: der VW Beetle Dune baut in Kurven mit den „Pirelli Cinturato P7“-Reifen viel Grip auf. Damit nicht genug - der VW Beetle Dune kann noch mehr: Dank XDS, einer elektronischen Differentialsperre an der Vorderachse, steigert das System die Kurven-Speed und der Käfer der Moderne durcheilt Kurvengeläuf eindrucksvoll agil. Sobald XDS erkennt, dass das kurveninnere Rad zu sehr entlastet wird, baut die Stabilitätskontrolle dort unbemerkt für den Fahrer gezielt einen Bremsdruck auf und stellt erneut die Traktion her. Die Folge: eine verbesserte Traktion, ein reduziertes Untersteuern und ein optimiertes Lenkverhalten in schnell durchfahrenen Kurven.

Hart geht der VW Beetle Dune beim Fahrwerk heran. Durch die eher straffe Abstimmung besitzt der Dune wenig Seitenneigung in Kurven. Bei hoher Geschwindigkeit werden sogar, trotz der 18 Zoll großen Felgen, Unebenheiten auf der Straße gut absorbiert, so dass sich selbst lange Fahrten entspannt angehen lassen. Den Komfort steigern die bequemen, gut konturierten Sportsitze. Auch die Lenkung unterstreicht das überzeugende Fahrgefühl - bei niedriger Speed in der Stadt leichtgängig und präzise, bei höherer Geschwindigkeit mit mehr Gewichtung.

Innenraum: Alles andere als gewöhnlich

Schon bislang bestach der VW Beetle durch eine relativ steil stehende Frontscheibe, die an die Welt der Klassiker erinnert und sein markantes Armaturenbrett (Dash Pad), das moderne Technologien und Bedienelemente mit lackierten Oberflächen und einem Handschuhfach wie im damaligen luftgekühlten Käfer verbindet. Das reichte Volkswagen nicht und individualisierte den Innenraum für den VW Beetle Dune weiter.

Auf mich sehr cool wirkt das in der Außenfarbe „Sandstorm Yellow Metallic" lackierte Dash Pad. Da sorgen sogar die nackten, unverkleideten Blechflächen an den Türen für Pep im Innenraum. Weitere Akzente setzen die Kontrastnähte am Lederlenkrad, an den Sitzbezügen, an der Schalthebelmanschette und dem Handbremshebelgriff - beide übrigens aus Leder - und an der Mittelarmlehne. Ansonsten dominiert gut verarbeitetes Hartplastik den Innenraum, was die Pflege erleichtert. Alu-Applikationen und Komponenten mit schwarzem Klavierlack runden die Gestaltung ab.

Sportlich ist beim neuen VW Beetle Dune nicht nur der äußere Auftritt. Auf dem Armaturenbrett positionierten die Macher ein dreitubiges Zusatzinstrument, das den Fahrer mit wichtigen Informationen zur Fahrzeug-Performance versorgt: Öltemperatur, Boost-Druck des Turboladers und einer multifunktionalen Stopp-Uhr. Auf den Sportsitzen vorne können es sich bis zu 2,00 Meter große Personen bequem machen. Im Fond wird es eng, so dass Kurzstrecken nur bis zu 1,70 Meter großen Personen zuzumuten sind.

Mit den neuesten Fahrerassistenzsystemen kann der VW Beetle Dune nicht punkten - es steht einfach der pure Fahrspaß im Vordergrund. Die Konnektivität mit dem Smartphone via MirrorLink, Apple CarPlay und Android Auto ist jedoch gegeben, um ausgewählte Apps vom Mobiltelefon mithilfe des 6,5 Zoll beziehungsweise 16,5 Zentimeter großen Touchscreens zu bedienen, der auch die Navigation übersichtlich anzeigt.

Diverse Online-Dienste stehen ebenso zur Verfügung. Via „Guide & Inform“ lassen sich Internet basierte Infokanäle nutzen. Hierzu gehören unter anderem Online-Verkehrsinformationen, eine Parkplatzsuche, die Anzeige der Tankstellen mitsamt Kraftstoffpreisen, Nachrichten und ein Fahrzeugzustandsbericht, während sich der Zeit-Manager mit dem Kalender synchronisiert, an bevorstehende Termine erinnert und auf Grundlage aktueller Verkehrsinformationen die optimale Abfahrtszeit berechnet.

Kofferraum und Ablagen: Das passt rein - und das steckt bereits drin

In den Türen besitzt der VW Beetle Dune eine Ablage mit einer dehnbaren Strapse, die den Vorteil bietet, dass sich sogar große Flaschen leicht und sicher unterbringen lassen. Überhaupt ist das Angebot an Ablagen vorne gut, das bis zu einem Brillenfach am Dachhimmel reicht.

Anders sieht es beim Kofferraum aus, der 310 Liter Ladevolumen bietet - in dieser Fahrzeugklasse durchschnittliche Werte. Allerdings lassen sich die Rücksitzlehnen umklappen, so dass das Gepäckraumvolumen auf 905 Liter steigt. Der im Kofferraum an der rechten Seite untergebrachte Subwoofer des in unserem Testwagen verbauten Fender-Soundsystems reduziert das Volumen um ca. 20 Liter. Ohne den Subwoofer ist der Kofferraum zwischen den Radkästen 96 Zentimeter breit und 84 Zentimeter lang beziehungsweise mit umgeklappten Rücksitzlehnen 1,49 Meter.

Das Be- und Entladen könnte einfacher sein, da der VW Beetle Dune eine hohe Ladekante und eine tiefe Ladestufe nach innen besitzt, über die Gegenstände wie Koffer und Wasserkästen gehoben werden müssen. Beim Umklappen der Rücksitzlehnen entsteht leider eine weitere Stufe und damit das Vorschieben von Gegenständen nach hinten behindert. Ein Gepäcknetz und Befestigungsösen fehlen.

Fazit:

Ein Offroader ist der VW Beetle Dune, wie der erste Blick und die leichte Höherlegung vermuten lassen, nicht. Aber dieser Beetle sieht sehr cool aus und bietet mit der Power des VW Golf GTI überraschend viel Fahrspaß auf dem Asphalt. Eigentlich hätte Volkswagen dieses Modell als VW Beetle GTI bezeichnen können. Ab 29.800 Euro mit dem 220 PS starken Turbo-Benziner erhältlich, ist der Preis für den VW Beetle Dune nahezu identisch mit dem des VW Golf GTI (29.625 Euro).


Technische Daten VW Beetle Dune 2.0 TSI (220 PS):

Antriebsart: Frontantrieb
Hubraum Vierzylinder-Motor: 1.596 cm³
Leistung: 162 kW/220 PS bei 4.500-6.200 U/min
Drehmoment: 350 Nm bei 1.500-4.400 U/min
Getriebeart: 6-Gang-Handschaltgetriebe
Vmax: 228 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 6,9 Sekunden
Leergewicht: 1.464 Kilogramm
Durchschnittsverbrauch: 6,6 l/100 km
CO2-Emission: 153 g/km
Preis: ab 29.800 EUR

Lesen Sie hier weiter:

Seite 2 von 2 1 2

Jetzt kommentieren
Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Volkswagen-Testberichte

Der allradangetriebene VW Caddy Alltrack 4MOTION hat mehr drauf, als viele denken.

VW Caddy Alltrack 4MOTION: Auf die harte Tour - der …

Sicherlich sind Familien-Vans dazu gebaut, hart im Nehmen zu sein und möglichst viel Gepäck sowie Utensilien unterzubringen. Bereits die Vorstellung, sich mit einem VW Caddy in echtes Gelände zu begeben, ist …

Der VW Passat Alltrack 2.0 BiTDI mit dem Biturbo-Diesel gibt ein starkes Statement ab.

VW Passat Alltrack 2.0 TDI B8: Der Biturbo-Hammer im Test

Der VW Passat Alltrack setzt sich richtig in Szene und besticht durch einen eleganten Offroad-Look. Diesen Kombi passte Volkswagen für den Einsatz im Gelände an - und zugleich macht der Passat Alltrack sogar …

Der VW Golf TSI BlueMotion ist extrem sparsam und bietet dazu eine spritzige Performance.

VW Golf TSI BlueMotion 2015 Test: Wer braucht da …

Bereits die Leistungsdaten haben es in sich: Der neue Dreizylinder-Turbobenziner der Baureihe EA211 generiert aus nur 1,0 Litern Hubraum satte 115 PS, die zwischen 5.000 und 5.500 Touren anliegen. Beim …

Klare Ansage: Das Triebwerk leistet im VW Polo GTI satte 192 PS.

VW Polo GTI 2015 Test: Aufstand gegen den großen Bruder

Das ikonische GTI-Signet und die rote Zierlinie an der Front setzen unverkennbare Akzente und zeigen, in welcher Tradition der VW Polo GTI steht. Dazu als Zwei- und Viertürer sowie mit einem …

Skoda Fabia 2015: Starke Details - VW Polo muss sich in Acht nehmen

Skoda Fabia 1.2 TSI 2015 Test: Das kann er besser …

Flacher und breiter als bisher, liegt der neue Skoda Fabia, der durch ein kantiges, herausforderndes Design besticht, das der in puncto Design eher zurückhaltende VW Polo nicht besitzt, satt auf der Straße. …

AUCH INTERESSANT
20 unglaubliche Fakten: Pikes Peak und der Fabel-Rekord

AUTO-SPECIAL

20 unglaubliche Fakten: Pikes Peak und der Fabel-Rekord

Härter, schneller und noch krasser: „Pikes Peak“ ist der „Heilige Gral“ unter den Bergrennen und geht in die Extreme. Volkswagen war dort so schnell wie niemand zuvor und schaffte es, einen …


TOP ARTIKEL
Ford Mustang Bullitt 2018: Der erste Check und der Preis
Ford Mustang Bullitt 2018: Der erste Check und …
Seat Ibiza FR 2018: Was reißen drei Zylinder im Sport-Test?
Seat Ibiza FR 2018: Was reißen drei Zylinder im …
Louis Vuitton Ferrari gehört 15-jährigem
Louis Vuitton Ferrari gehört 15-jährigem
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
Seat gliedert Cupra aus: Die Taktik für den Erfolg
Seat gliedert Cupra aus: Die Taktik für den Erfolg
Audi A6 2018 Test: Der begleicht mit BMW eine Rechnung
Audi A6 2018 Test: Der begleicht mit BMW eine …
So geht es: Günstige Ersatzteile für Volvo und Saab
So geht es: Günstige Ersatzteile für Volvo und …
20 unglaubliche Fakten: Pikes Peak und der Fabel-Rekord
20 unglaubliche Fakten: Pikes Peak und der …
Lamborghini Aventador SVJ: Monster holt Nordschleifen-Rekord
Lamborghini Aventador SVJ: Monster holt …


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Torpedo Run Logo
  • Motorsport Total Logo
  • autoaid Logo