VW e-Golf Test: Jetzt schlägt die Stunde der Kilowatt

, 07.04.2014


Über die App „Volkswagen Car-Net e-Remote" vermag der Nutzer außerdem viele Einstellungen und Abfragen via Smartphone oder das „Car-Net-Portal“ im Internet vorzunehmen. Im Detail beinhaltet die App Zugriffe auf die Programmierung der Abfahrtszeit, die passende Klimatisierung zur Abfahrtszeit, das Laden der Batterie sowie das Abfragen von Fahrzeugdaten und den Fahrzeugstatus. Darüber hinaus lassen sich Fahrzeugdaten abfragen, wie zum Beispiel zu einzelnen Fahrten die gefahrenen Kilometer, die Fahrtzeit, der Verbrauch des Elektromotors, der Verbrauch von Klimaanlage und Radio als auch die Nutzung der Rekuperation.

Trotz Batterie-Paket kaum Einbußen beim Kofferraumvolumen

Da Volkswagen die Lithium-Ionen-Batterie platzsparend in einem stabilisierenden Rahmen im Fahrzeugboden unter den Vorder- und Rücksitzen sowie im Bereich des Mitteltunnels integrierte, besitzen die Insassen keinerlei Komforteinbußen. Vorne finden selbst bis zu 2,00 Meter große Menschen genügend Platz, während im Fond durchaus noch 1,90 Meter lange Mitfahrer bequem sitzen.

Das Kofferraumvolumen beträgt im VW e-Golf 343 Liter (herkömmlicher Golf 380 Liter) und mit umgeklappten Rücksitzlehnen bis zu 1.233 Liter (herkömmlicher Golf 1.270 Liter). Die niedrige Laderaumkante erleichtert derweil das Be- und Entladen und Verzurrösen das Befestigen von Ladung. Ein Ablagefach in der Mittelkonsole bietet verschiedene Multimedia-Schnittstellen (AUX-IN, USB und optional Apple) und genug Platz, um ein Smartphone aufzunehmen. Etliche Ablagefächer und Becherhalter vorne und hinten runden das Angebot gelungen ab. Sogar 1,5-Liter-Flaschen finden in den Türfächern vorne ihren Platz.

Preis: Ist der e-Golf wirklich zu teuer?

Der Grundpreis für den VW e-Golf liegt bei 34.900 Euro, aber nicht nackt wie der herkömmliche Golf in der Basis. Der Elektro-Golf ist bereits serienmäßig umfangreich ausgestattet und befindet sich auf einem Niveau zwischen den hohen Ausstattungslinien „Comfort“ und Highline“, so dass der Preis im Grunde genommen gar nicht so hoch ausfällt. Denn sonst summiert sich bei einem Golf durch diverse attraktive Extras schnell der Preis. Laut Volkswagen ist der e-Golf nur etwa 3.000 Euro teurer als ein vergleichbar ausgestatteter Golf mit Diesel-Antrieb (TDI), beim Benziner (TSI) sind es rund 5.000 Euro. Auf die Batterie gibt Volkswagen darüber hinaus eine Garantie für 8 Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer.

An Bord befinden sich beim VW e-Golf ohne Aufpreis beispielsweise vier Türen (normalerweise 900 Euro Aufpreis), das große Radio-Navigationssystem „Discover Pro“ mit einem 8 Zoll großen Touchscreen (bei der Linie „Comfortline“ kostet es 2.315 Euro), eine Klimaanlage, eine beheizbare Frontscheibe, ein Lederlenkrad, ein Lederschaltknauf, edle Dekore, LED-Rückleuchten und die Voll-LED-Scheinwerfer, die bislang nicht für einen anderen Golf erhältlich sind und noch so einiges mehr. Gegen einen geringen Aufpreis gibt es dank eines WLAN-Hotspots außerdem Internet an Bord.

Im Paket: Fahrer-Assistenten zum attraktiven Preis

Selbstverständlich sind für den VW e-Golf nahezu alle Fahrerassistenz-Systeme des herkömmlichen Golfs erhältlich. Für 1.290 Euro offeriert Volkswagen eine ganze Armada an Systemen im „Assist-Paket“. Dazu gehören unter anderem die automatische Distanzregelung ACC und das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“, die das Fahrzeug durch automatisches Gas geben und Verzögern im gewünschten Abstand hinter dem Vordermann halten, oder die City-Notbremsfunktion, ein Spurhalte-Assistent, eine automatische Fernlichtregulierung, ein Geschwindigkeitsbegrenzer, ein Regensensor, eine Alarmanlage und mehr.

Clever für das Hauptrevier des e-Golfs: Für nur 200 Euro Aufpreis gibt es die automatische Ein- und Ausparkfunktion „ParkAssist“. Die Parklücke darf wahrhaftig eng sein; denn dem „ParkAssist“ genügen lediglich 40 Zentimeter Rangierabstand vorne und hinten. Wer das seitliche Einparken in der Stadt an einer viel befahrenen Straßen bislang aus Stressgründen vermied, kann dies nun ganz locker machen. Der Fahrer braucht nur Gas zu geben und zu bremsen, die Lenkarbeit übernimmt das Auto, so dass der e-Golf schnell und sauber in der Lücke steht.

Fazit:

Der neue VW e-Golf ist solide, alltags- und familientauglich und vor allen Dingen vertraut wie ein herkömmlicher Golf. Genau das könnte sich als Stärke beweisen, um die Allgemeinheit für ein Elektroauto zu begeistern. Zweifellos: Für diejenigen, die täglich lediglich auf der Kurzstrecke unterwegs sind und zu Hause über eine Lademöglichkeit verfügen, stellt der e-Golf gegenüber Diesel- und Hybrid-Modellen eine hervorragende, bezahlbare Alternative dar.

In Deutschland existieren laut der EU-Kommission bereits über 2.000 öffentliche Ladestationen. Bis zum Jahr 2020 soll sich die Anzahl sogar auf etwa 150.000 Stromtankstellen erhöhen - darunter hoffentlich zahlreiche Schnellladestationen, um die Elektromobilität weiter voranzutreiben.


Technische Daten VW e-Golf:

Antriebsart: Vorderradantrieb | Leistung: 85 kW/115 PS | Drehmoment: 270 Nm bei 0-3.000 U/min | Vmax: 140 km/h (elektronisch limitiert) | Beschleunigung 0-100 km/h: 10,4 Sekunden | Durchschnittsverbrauch: 12,7 kWh/100 km | Reichweite: 190 km | Preis: ab 34.900 Euro

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