VW Golf Sportsvan 2014 Test: Van-tastisch - der neue Held für Familien

, 01.08.2014


Raumerlebnis: Das Ende der Schweißausbrüche, wenn die Frau kommt

Nach dem Einstieg wird einem beim Blick nach hinten erst die Größe des Innenraumes bewusst und welche Freiräume sich vorne und hinten ergeben. Um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, welche Dimensionen der Sportsvan im Vergleich zum aktuellen Golf erreicht: Der Golf Sportsvan übertrifft den Golf Plus in der Länge um satte 13,4 Zentimeter und den jüngsten Golf um 8,3 Zentimeter, während der Golf sich um 12,6 Zentimeter flacher zeigt. Ebenso positiv fallen die weit sich öffnenden Türen und die komfortablen Sitze mit Sitzmittelbahnen aus feinem Alcantara auf, die mit ihrer hohen Sitzposition für eine gute Sicht auf die Straße sorgen.

70 Prozent Gepäck zu viel nehmen Frauen im Schnitt mit auf Reisen, so Volkswagen. Wo nicht nur den Fahrern von Sportwagen, sondern auch von vielen Kompaktfahrzeugen die Schweißperlen die Stirn herunterlaufen, steckt der VW Golf Sportsvan diese Herausforderung locker weg. Mit den Kindern zum Sport, mit viel Gepäck in den Urlaub oder zum Großeinkauf in den Supermarkt: im neuen Golf Sportsvan ist Platz für alles außer Einschränkungen. Ebenso wichtig: ISOFIX-Halteösen zur komfortablen und sicheren Befestigung von Kindersitzen gibt es serienmäßig.

Das Kofferraumraumvolumen des Sportvans vergrößerte sich im Vergleich zum Golf Plus um 76 Liter auf 500 Liter. Sind die zwei Hälften der Rücksitzbank beide bis in die vorderste Position geschoben, passen bis zu 585 Liter (plus 66 Liter) in das Ladeabteil. Wird das Cargo-Deck bis an die Lehnen der Vordersitze und unter das Dach genutzt, eröffnet sich auf einer Laderaumlänge von 1,67 Metern und einer äußersten Breite von 1,48 Metern ein maximales Volumen von 1.520 Litern - ein Zuwachs von 70 Litern gegenüber dem Golf Plus.

Als praktisch erweist sich ebenfalls das variable Sitzkonzept. Die Rücksitzbank lässt sich komplett als auch in zwei Teilen einzeln um bis zu 18 Zentimeter in der Längsrichtung verschieben. Sitzen die Kinder hinten, wird weniger Beinfreiheit benötigt und der Kofferraum wächst. Nimmt beispielsweise die Oma neben dem Kind Platz, kann die alte Dame ihren Sitz für ein Plus an Beinfreiheit nach hinten schieben. Ferner können die Passagiere im Fond die Neigung der Rücksitzlehnen einstellen. Nicht nur vorne, selbst im Fond finden 1,90 Meter große Personen bequem Platz, wenn sich die Sitze in der hinteren Position befinden.

Das Be- und Entladen gestaltet sich durch die niedrige Ladekante und die flache Ladestufe im Innern besonders komfortabel. Praktisch ist die vom Kofferraum aus zu betätigende Entriegelung der Rücksitzlehnen. Die Lehnenteile kippen nach der Entriegelung automatisch nach vorn und bilden zusammen mit dem Ladeboden eine nahezu ebene Fläche. Der Ladeboden selbst lässt sich im Handumdrehen ganz ausbauen oder in der Höhe verstellen. Verzurrösen, stabile Taschenhaken an den Seiten und eine 12-Volt-Steckdose sind im Gepäckraum ebenfalls vorhanden.

Für alle, die es noch komfortabler mögen

Die „Highline“-Ausstattungslinie betont den sportlich-eleganten Charakter. Dekoreinlagen in schwarzem Piano-Lack unterstreichen ebenso das feine Ambiente wie die Chrom-Einfassungen an diversen Schaltern und die bestens verarbeiteten Materialien. Hört aufs Wort: Zentral in der Mittelkonsole befindet sich darüber hinaus der bei unserem Testwagen 8 Zoll beziehungsweise 20,3 Zentimeter große Infotainment-Touchscreen des Top-Radio-Navigationssystems „Discover Pro“ mit einem gestochen scharfen Bild.

Serienmäßig stehen bei „Discover Pro“ beispielsweise ein DVD-Laufwerk (Audio- und Video), eine Sprachbedienung, eine 3D-Kartennavigation mit Gebäudedarstellung und eine 64 GB große Festplatte zur Verfügung. Für die Anbindung externer Geräte mit gespeicherter Musik gib es zwei SD-Karten-Slots, die Multimediabuchse AUX-IN und eine USB-Schnittstelle. Ebenfalls möglich im neuen VW Golf: Über den integrierten WLAN-Hotspot können die Beifahrer mit mobilen Endgeräten frei surfen und mailen.

Niemand dürfte Ablagen in einem Auto mehr zu schätzen wissen als Familien. Selbstredend, dass der VW Golf Sportsvan mit einer ganzen Armada an Fächern auffährt, die von Schubladen unter den Vordersitzen über die Ablage unter der Mittelarmlehne bis in den Dachhimmel reichen. Das kühlbare Handschuhfach verhindert zudem, dass unterwegs die Snacks schmelzen, während in den Türen vorne sogar 1,5 Liter große Flaschen ihren Platz finden und hinten immer noch die 1-Liter-Flaschen - keine Selbstverständlichkeit im Segment. Als ebenso praktisch erweisen sich für Kinder die klappbaren Tische und Taschen an den Rückseiten der Vordersitze.

Fortschrittliche Begleitung: Sicher und entspannt durch den Alltag

Neue Assistenzsysteme halten beim Sportsvan Einzug in die Golf-Baureihe. Erstmals ist der „Blind Spot Sensor“ mit Ausparkassistent erhältlich. Das System warnt einerseits während der Fahrt vor Fahrzeugen im toten Winkel. Doch noch viel sinnvoller: Beim Rückwärtsausparken erkennt das System seitlich hinter dem Wagen herannahende und damit für den Fahrer nur schwer auszumachende Verkehrsteilnehmer und warnt in diesem Fall. Droht eine Kollision, aktiviert die Elektronik des Ausparkassistenten automatisch eine Notbremsfunktion

In der City stellen enge Parklücken die Fahrer auf die Probe. Doch es kann so einfach ein: der „Park Assist“ übernimmt das Einparken in Längs- und Querlücken automatisch. Der Fahrer braucht nur Gas zu geben und zu bremsen. Dem Golf Sportsvan reichen 40 Zentimeter vor und hinter dem Fahrzeug.

Darüber hinaus offeriert Volkswagen für den Sportsvan modernste Technologien wie die automatische Distanzregelung ACC zum entspannten Fahren im fließenden Verkehr sowie das Umfeld-Beobachtungssystem „Front Assist“, das vor Kollisionen warnt und bis 30 km/h im Notfall bremst, um Auffahrunfälle zu vermeiden. Die Verkehrszeichenerkennung schafft ferner Überblick im Schilderwald und informiert reibungslos beispielsweise über Tempolimits und Überholverbote.

Ebenso auf Wunsch an Bord: Bei der Fernlichtregulierung „Dynamic Light Assist“ erübrigt sich das manuelle Ausschalten des Fernlichtes. Denn das System blendet automatisch partiell beim Gegenverkehr ab. Eine Müdigkeitserkennung und der Spurhalteassistent „Lane Assist“ runden die Sicherheitssysteme gelungen ab.

Fazit:

Der VW Golf Sportsvan wirft sich richtig schick in Schale und bietet dazu echtes Fahrvergnügen. Für Familien und Freizeitaktive ist der Sportsvan mit dem großen Plus an Innen- und Gepäckraum definitiv der bessere Golf. Dazu kostet der Sportsvan aktuell nur einen Aufpreis von 1.400 bis 1.675 Euro (abhängig von der Ausstattungslinie) gegenüber einem herkömmlichen viertürigen Golf mit identischer Motorisierung.


Technische Daten VW Golf Sportsvan 1.4 TSI Highline (150 PS):

Antriebsart: Frontantrieb | Hubraum: 1.395 cm³ | Leistung: 110 kW/150 PS bei 5.000-6.000 U/min | Drehmoment: 250 Nm bei 1.500-3.500 U/min | Vmax: 212 km/h | Beschleunigung 0-100 km/h: 8,8 Sekunden | Durchschnittsverbrauch: 5,5 l/100 km | CO2-Emission: 127 g/km | Preis: ab 27.600 EUR

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