DTM 2016: Stallregie auch in neuer Saison weiterhin erlaubt

, 23.04.2016

Die Vertreter von Audi, BMW und Mercedes haben sich im Winter nicht über das Thema Stallregie unterhalten - Taktikspielchen sind damit auch 2016 weiterhin erlaubt

Das Thema Stallregie entwickelte sich gegen Ende der DTM-Saison 2015 zu einem großen Streitpunkt. Die Mercedes-Piloten fuhren in der Schlussphase der Saison extrem taktisch, um Pascal Wehrlein den Titel zu ermöglichen. Vor allem die Art und Weise dieser Stallorder kam bei den Konkurrenten teilweise gar nicht gut an. So musste Maximilian Götz am Nürburgring beispielsweise deutlich vom Gas gehen, um Wehrlein wieder herankommen und letztendlich auch überholen zu lassen.

Audis DTM-Leiter Dieter Gass erklärte anschließend, dass diese Aktion seiner Meinung nach kein "sauberer Sport" gewesen sei. Mercedes-DTM-Rennleiter Ulrich Fritz verteidigte die Strategie der Stuttgarter in der vergangenen Saison zwar stets, erklärte allerdings auch, dass man grundsätzlich bereit sei, mit Audi und BMW im Winter über dieses Thema zu sprechen. Dazu ist es allerdings nicht gekommen.

"Nein, bisher nicht", verrät Gass auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' und erklärt: "Grundsätzlich muss man sagen, dass Stallregie erlaubt ist. Das heißt, dass man jederzeit damit rechnen muss, dass das gemacht wird. Jeder will hier die Meisterschaft gewinnen. Letztendlich heißt das, dass auch jeder eine Stallregie anwenden wird, wenn das notwendig ist."

"Wie gesagt: Das ist im Reglement vorgesehen (Stallregie ist laut Reglement nicht verboten; Anm. d. Red.). Da muss jeder für sich entscheiden, wie er das letztendlich macht. Diesbezüglich gab es bislang noch keine weiteren Diskussionen oder Einigungen", so Gass. Somit könnte es früher oder später auch in der Saison 2016 wieder dazu kommen, dass ein Hersteller alles auf einen Fahrer setzt, der von seinen sieben Markenkollegen dann im Titelkampf unterstützt wird.

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