Edoardo Mortaras erster Mercedes-Test: "Sofort wie zuhause"

, 03.12.2016

Edoardo Mortara hat in Jerez seine ersten Testkilometer für Mercedes absolviert und Referenzzeiten für Maximilian Günther und Maro Engel gesetzt

Zum Jahresende fand sich die DTM in dieser Woche zu Testfahrten im südspanischen Jerez de la Frontera ein. Neben Testarbeiten für die kommende DTM-Saison 2017 standen dabei auch die diesjährigen Young-Driver-Tests auf dem Programm. In deren Rahmen kamen für das Mercedes-Team Maximilian Günther und Maro Engel zum Einsatz - und auch ein Neuzugang griff in Jerez erstmals für die Marke mit dem Stern ins Lenkrad...

Willkommen im Team, Edoardo Mortara! Der Italiener gab in dieser Woche seinen Einstand im Mercedes-AMG C 63 DTM. Mortara war an allen vier Testtagen auf der ehemaligen Formel-1-Strecke im südspanischen Jerez de la Frontera im Einsatz, um Referenzzeiten für die Young-Driver-Tests zu setzen.

Dabei absolvierte er am Dienstag seine ersten Kilometer in einem DTM-Fahrzeug von Mercedes, am Donnerstag erhielt er zudem erste Eindrücke damit auf nasser Fahrbahn. Der Neuzugang des Teams stößt mit der Erfahrung aus sechs DTM-Saisons, 76 DTM-Rennen und acht DTM-Siegen zur Mannschaft. Die vergangene Saison schloss er als Vizemeister ab.

"Meine ersten Eindrücke waren gut", meint Mortara nach seinem Debüt. "Natürlich ist es ein neues Umfeld für mich. Ich bin aber sehr glücklich, dass ich noch dieses Jahr meine ersten Runden im Mercedes-AMG C 63 DTM absolvieren durfte. Dafür möchte ich mich bei Mercedes, aber auch bei Audi bedanken."

Sein Willkommen bei den Sternen verlief äußerst positiv: "Ich fühlte mich im Team sofort wie zuhause und merkte, dass die Teammitglieder alles unternahmen, damit ich mich wohl fühle. Das ist ein sehr schönes Gefühl. Obwohl ich über die vier Tage nicht allzu viele Runden gefahren bin, konnte ich schon ein paar Eindrücke gewinnen. Es ist immer gut, im Auto zu sitzen und zu fahren. Jetzt freue ich mich auf den ersten Test im neuen Jahr."

Debüt im DTM-Auto: Maximilian Günther

Während Edoardo Mortara ein erfahrener Hase in der DTM ist, gab mit Maximilian Günther in dieser Woche der Formel-3-Vize-Europameister von 2016 sein Debüt in einem DTM-Fahrzeug. Der 19-jährige Deutsche spulte am Dienstag an seinem ersten Testtag gleich 131 Runden ab, am Mittwoch legte er noch einmal 111 Runden nach. Seine schnellste Rundenzeit fuhr er in 1:37.131 Minuten, allerdings lag sein Fokus nicht darauf, schnelle Zeiten zu erzielen, sondern sich mit dem Auto vertraut zu machen und die Arbeit mit dem Team zu lernen.

"Das waren zwei richtig coole Tage in diesem Mega-Auto", strahlt der Youngster. "Jedes Mal wenn ich aus dem Wagen ausgestiegen bin, hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Klar, zunächst war es eine Umstellung für mich, einen Tourenwagen zu fahren, der deutlich schwerer ist. Aber ein DTM-Auto hat natürlich auch viel mehr Leistung als ein Formel-3-Rennwagen und ich bin auch zum ersten Mal ein Rennauto mit Dach über dem Kopf gefahren. Das waren alles neue Eindrücke für mich, aber ich habe mich rasch eingefunden."

"Besonders beeindruckend war die Aerodynamik in den schnellen Kurven. Was mir aber am meisten Spaß gemacht hat, war die rund 500 PS unter Kontrolle zu bekommen und meinen Fahrstil an das Auto anzupassen", so Günther weiter. "Ich wollte mich immer weiter verbessern und auch auf den Longruns lernen, wie man mit den Reifen umgehen muss. Das waren zwei mega coole Tage. Vielen Dank an Mercedes, dass sie mir diesen Test ermöglicht haben."

Rückkehr ins DTM-Auto: Maro Engel

Am Donnerstag und Freitag übernahm Maro Engel das Auto von Maximilian Günther für die verbleibenden beiden Testtage. Im Verlauf der Tests legte er 241 Runden zurück. In der DTM ist Maro kein Unbekannter: Engel absolvierte zwischen 2008 und 2011 42 DTM-Rennen für die Marke mit dem Stern. Danach sammelte er Erfolge im Mercedes-Kundensportprogramm, in dessen Rahmen er unter anderem 2014 und 2015 den GT-Weltcup in Macau und 2016 (gemeinsam mit Bernd Schneider, Adam Christodoulou und Manuel Metzger) das legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewann.

"Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, wieder den Mercedes-AMG C 63 DTM zu fahren und mit dem Team zusammenzuarbeiten. Es war schön, so viele Kilometer zu fahren und ich bin mit dem abgespulten Programm happy", meint Engel. "Es war eine Weile her, dass ich so einen langen Testtag in einem DTM-Auto absolviert habe. Ich konnte mich aber schnell wieder an das Auto gewöhnen und bin dem Team für diese schöne Erfahrung sehr dankbar."

Entwicklungsprogramm für 2017

Neben Mortara, Günther und Engel testeten in Jerez auch Gary Paffett und Robert Wickens. Beide trieben das Entwicklungsprogramm für das kommende Jahr voran und probierten unter anderem neue Komponenten sowie neue Hankook-Reifen für 2017 aus. Der nächste Test ist für Ende Februar in Portimao geplant.

"Die letzte Testwoche des Jahres verlief aus unserer Sicht sehr zufriedenstellend", resümiert Teamchef Ulrich Fritz. "Wir konnten erneut viele Testkilometer mit dem Entwicklungsfahrzeug zurücklegen und jede Menge Informationen sammeln. Dadurch wird unseren Ingenieuren in den kommenden Wochen bis zum nächsten Test sicher nicht langweilig. Wir freuen uns, dass Edoardo in dieser Woche seine erste Ausfahrt im Mercedes-AMG C 63 DTM absolvieren konnte. Er hat für unsere beiden Jungs gute Richtwerte gesetzt."

"Apropos: Maximilian und Maro haben sich in dieser Woche mehr als beachtlich geschlagen. Das gilt natürlich besonders für Maximilian, der seine ersten Erfahrungen in einem DTM-Auto sammelte und an beiden Tagen jeweils deutlich über 100 Runden zurücklegte. Von Maro wussten wir ohnehin, dass er das leisten kann. Jetzt freuen wir uns auf ein paar erholsame Tage rund um Weihnachten und dann greifen wir 2017 wieder an."

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