Ekström hat in Österreich noch eine Rechnung offen

, 28.07.2015

Mattias Ekström jagt Jamie Green: In Spielberg werden die Performance-Gewichte eine große Rolle spielen - Die leichten BMW könnten deutlich schneller sein

Der Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg ist am ersten August-Wochenende Schauplatz der beiden nächsten DTM-Rennen. Audi kommt mit einer Doppelspitze in der Fahrerwertung und als führender Hersteller in die Steiermark. Mit dem neunten Saisonrennen endet am Samstag die erste Halbzeit der DTM 2015, in der Audi bisher die stärkste Marke war: Vier Siege gehen auf das Konto des Audi RS 5 DTM, viermal Startplatz eins und vier schnellste Rennrunden.

Dazu die Führung in der Hersteller-Meisterschaft mit 48 Punkten Vorsprung und die Positionen eins, zwei und vier in der Fahrer-Meisterschaft mit Jamie Green, Mattias Ekström und Edoardo Mortara. "Wir sind in Hockenheim und auf dem Lausitzring mit vier Siegen in Folge perfekt in die Saison gestartet", sagt Dieter Gass, DTM-Leiter bei Audi. "Dafür haben wir die Quittung in Form von Performance-Gewichten erhalten, die uns am Norisring und in Zandvoort das Leben im wahrsten Sinne des Wortes schwer gemacht haben. Unser Ziel für Spielberg ist die Rückkehr aufs Podium."

Aufgrund der extremen Leistungsdichte in der DTM haben die erfolgsbedingten Performance-Gewichte einen großen Einfluss auf die Ergebnisse - ganz besonders im Zeittraining. Im Vorjahr trennten die Top 6 der Startaufstellung in Spielberg ganze 0,091 Sekunden. "Die Gewichtsunterschiede sind dieses Mal etwas geringer als zuletzt in Zandvoort, aber die BMW-Rennwagen sind im Mittel noch immer rund zehn Kilogramm leichter als unsere Autos", rechnet Gass. "Nach unseren Hochrechnungen macht das am Red-Bull-Ring fast zwei Zehntelsekunden pro Runde aus."

Das schwerste Auto im Feld hat Ekström, der sich mit einem vierten Platz am Norisring und einem siebten Platz in Zandvoort bis auf fünf Punkte an Tabellenführer Green heranpirschen konnte. "Für unseren Partner Red Bull wäre es natürlich toll, wenn ich ausgerechnet am Red-Bull-Ring die Führung übernehmen könnte", sagt der Schwede, der in Spielberg noch eine Rechnung offen hat: Es ist die einzige aktuelle DTM-Strecke, auf der er noch nicht auf dem Podium stand. "Es wird also höchste Zeit, zumal der es für mich ein Heimspiel ist. Ich lebe inzwischen in Österreich und habe neben den Rennen schon viele Events in Spielberg besucht."

Auch Green kommt mit einer offenen Rechnung nach Österreich. Im vergangenen Jahr kämpfte er in der Spitzengruppe, handelte sich dann jedoch eine Durchfahrtsstrafe ein, weil er eine Runde zu spät zur Box kam. "Das war natürlich ärgerlich", erinnert sich Green. "Aber es hat mir gezeigt, dass wir auf dem Red-Bull-Ring schnell sein können. Allerdings habe ich mir abgewöhnt, Prognosen abzugeben - das ist in der DTM einfach nicht möglich."

Als einziger der acht aktuellen Audi-Piloten stand bisher Motrara in Spielberg auf dem Siegerpodest - und zwar ganz oben: Der Italiener feierte 2012 in der Steiermark seinen ersten DTM-Sieg. Mit 23 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze rechnet auch er sich weiter Titelchancen aus. "Ein Sieg und ich bin wieder im Rennen", sagt Mortara.

Der 4,326 Kilometer lange Red-Bull-Ring gilt als eine der anspruchsvollsten und vielfältigsten DTM-Rennstrecken. Die schnellste Kurve wird mit 230 km/h durchfahren, die langsamste mit 60 km/h. Dazu geht es bergauf und bergab mit einer maximalen Steigung von zwölf Prozent und einem maximalen Gefälle von 9,3 Prozent. Den DTM-Streckenrekord im Rennen hält Audi-Pilot Mike Rockenfeller im Audi RS 5 DTM mit einer Rundenzeit von 1.25,266 Minuten.

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