Ex-Champion Wittmann: Thema Formel 1 ist "aktuell abgehakt"

, 04.05.2016

Marco Wittmann erklärt, dass ein Sprung in die Formel 1 für ihn unter den aktuellen Umständen kaum realisierbar ist - Er will sich 2016 ganz auf die DTM konzentrieren

Im vergangenen Jahr durfte Marco Wittmann erstmals ein Formel-1-Auto testen. Der Champion von 2014 verdiente sich den Toro-Rosso-Test in Spielberg damals durch seinen Titelgewinn im Vorjahr. Bis heute blieb es für den 26-Jährigen allerdings bei diesem einmaligen Ausflug in die Königsklasse. Der BMW-Pilot selbst betont, dass er sich selbst keine falschen Hoffnungen macht und das Thema Formel 1 zunächst einmal zu den Akten gelegt hat. Er will sich 2016 komplett auf die DTM konzentrieren.

"Man weiß nie, was die Zukunft bringt, von daher lässt man so etwas immer offen. Ich denke aber, dass es schwer ist", sagt Wittmann im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und ergänzt: "Der Test war damals mega schön, es war eine super Erfahrung für mich. Es war für mich immer ein Kindheitstraum, einmal ein Formel-1-Auto zu fahren. Von daher war es ein klasse Gefühl."

Trotzdem sei das Thema "aktuell abgehakt", weil es einfach "extrem schwer" sei, sich nur mit guten Leistungen für die Königsklasse zu empfehlen. "Man sieht, dass es leider Gottes immer mehr Pay-Driver gibt. Ohne die geht es anscheinend nicht", grübelt der DTM-Champion von 2014 und erklärt: "Ich finde das schade für den Sport. Viele Talente bleiben da einfach auf der Strecke."

Wittmann, der über den Formelsport den Weg in die DTM fand, sei schon immer Realist gewesen und habe sich immer nach Alternativen zur Formel 1 umgesehen. 2016 startet er nun bereits in sein viertes Jahr in der DTM. Nachdem er 2014 noch den Titel holte, lief es 2015 allerdings deutlich schlechter. "Das habe ich relativ gut verarbeitet. Klar, nach 2014 gehst du mit einer extrem hohen Erwartung im Jahr 2015 rein - auch von außen", so Wittmann.

Letztendlich war im vergangenen Jahr nur ein Sieg in Zandvoort und Platz sechs in der Meisterschaft drin. Um den Titel konnte Wittmann nicht kämpfen. "Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, dass wir nicht immer das Paket hatten (um vorne mitzufahren; Anm. d. Red.). Du musst lernen, damit umzugehen und ruhig zu bleiben", erklärt Wittmann, für den Rang sechs unter diesen Voraussetzungen ein "gutes Resultat" ist.

Sein Ziel sind in dieser Saison "mehr Siege und Podiumsplatzierungen" als 2015. Eins ist aber auch klar: Wer einmal den Titel gewonnen hat, für den kann eigentlich nur ein weiterer Triumph das Ziel sein. "Eigentlich schon, aber man weiß ja, dass Vorhersagen und Prognosen in der DTM immer etwas schwierig sind. Ziel für mich wird es definitiv sein, bis zum letzten Rennen um die Meisterschaft mitzukämpfen", so Wittmann.

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