Gass über Performance-Gewichte: "Für den Sport sehr gut"

, 26.04.2016

Audi-DTM-Leiter Dieter Gass erklärt, warum die neuen Performance-Gewichte seiner Meinung nach nur Vorteile haben - Aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt?

In der Saison 2016 gibt es in der DTM einige neue Regeln. Unter anderem werden die umstrittenen Performance-Gewichte angepasst. Audis DTM-Leiter Dieter Gass ist davon überzeugt, dass mit der neuen Regelung eine gute Lösung gefunden wurde. "Wir haben im vergangenen Jahr seit viel Zeit damit verbracht, das System der Performance-Gewichte zu diskutieren", verrät Gass. In der Vergangenheit war keiner der drei Hersteller in der DTM wirklich glücklich mit dem System.

"Da gab es einiges an Unverständnis, warum Fahrer, die nicht ganz vorne in der Meisterschaft sind, auf einmal mit dem schwersten Auto herumgefahren sind - im Gegensatz zu Fahrern, die sogar schon Rennen gewonnen hatten", erklärt Gass. "Von daher haben wir uns das System über den Winter alle gemeinsam sehr vorsichtig angeschaut. Ich glaube, wir haben jetzt eine Lösung, die für den Sport sehr gut und sehr vielversprechend ist."

"Wir gehen davon weg, die Performance-Gewichte aufgrund des Rennergebnisses zu verteilen. Wir gehen in die Richtung, dass wir wirklich die Fahrzeug-Performance bewerten wollen. Das heißt, wir schauen uns im Qualifyingergebnis gezielt den schnellsten Fahrer eines jeden Herstellers an", fasst er die neuen Regeln für die Saison 2016 noch einmal zusammen.

"Ganz wichtig ist dabei, dass wir - im Vergleich zum vergangenen Jahr - gar keine Anpassung mehr machen, wenn es irgendwo eine Performance-Gleichheit gibt. Wenn wir die drei schnellsten Fahrer der Hersteller wirklich innerhalb von 0,1 Prozent Rundenzeit haben, dann würde sich zwischen Qualifying und Rennen gar nichts mehr an der Performance ändern. So verhindern wir, dass eine gleiche Performance künstlich auseinanderdividiert wird."

Abschließend erklärt er: "Ich glaube, es hat wirklich viele Vorteile. Zum einen wird keiner mehr auf die Idee kommen, im Rennen taktisch zu fahren, um Performance-Gewichte zu verlieren. Wir werden einen sauberen Rennsport erleben, in dem es überhaupt nicht mehr möglich ist, da strategisch einzugreifen. Außerdem geben wir den Fahrern die Möglichkeit, markenintern mit gleichen Mitteln zu kämpfen. Markenintern werden alle auf dem gleichen Gewicht sein."

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