"Indiskutabel": Was ist mit Scheider und Rockenfeller los?

, 24.07.2016

Bei den beiden Phoenix-Piloten läuft es noch schlechter als im Vorjahr - Können sich Timo Scheider und Mike Rockenfeller nach der DTM-Sommerpause steigern?

Für das Phoenix-Team ist die erste Hälfte der DTM-Saison 2016 wohl nur mit einem Wort zu beschreiben: Debakel. Mit mageren sechs Zählern steht das Team um die beiden Ex-Champions Mike Rockenfeller und Timo Scheider abgeschlagen auf dem zwölften und letzten Platz in der Meisterschaft. In den vergangenen sechs Rennen gab es keinen einzigen Punkt mehr, und in der Fahrerwertung stehen "Rocky" (5 Punkte) und Scheider (1 Punkt) auf den Plätzen 20 und 24 .

"Es ist natürlich schon so, dass wir in diesem Jahr gerne wieder gewinnen möchten", hatte Scheider vor der Saison noch hoffnungsvoll im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' erklärt. Von dieser Anfangseuphorie, auch begründet durch seinen Sieg beim Saisonfinale 2015 in Hockenheim, ist knapp vier Monate später kaum noch etwas übrig geblieben. 2016 hat für den 37-Jährigen noch schlimmer begonnen als das katastrophale Vorjahr.

Gleiches gilt für Rockenfeller, dessen Ergebnisse seit seinem Meistertitel im Jahr 2013 kontinuierlich bergab gehen. "Das Phoenix-Team von Ernst Moser gehört zu den bewährten und erfolgreichen Mannschaften der DTM, gewann 2013 mit Mike Rockenfeller den Titel und Timo Scheider war 2008 und 2009 im Audi des Abt-Teams Meister", erinnert Experte Norbert Haug auf 'DTM.com'.

"Drei Titel und gemeinsam sechs Punkte 2016 sind eine indiskutable Bilanz dieser Mannschaft und ihrer Fahrer", urteilt der langjährige Mercedes-Motorsportchef und ergänzt: "Zum Vergleich dazu hat das bestplatzierte Audi-Team Abt 140 Zähler mehr geholt." Negativer Höhepunkt war das Sonntagsrennen auf dem Norisring, als Rockenfeller und Scheider kollidierten.

"Es ist sicher nicht möglich, hier treffsichere Analysen von außen zu machen, aber weder haben Mike Rockenfeller und Timo Scheider über Winter das Autofahren verlernt noch die Phoenix-Leute geschlampt und nicht versucht, absolut wettbewerbsfähig zu den Rennwochenenden zu kommen", grübelt Haug über die möglichen Ursachen. Fakt ist allerdings, dass in der zweiten Saisonhälfte etwas passieren muss.

"Ich bin sicher, die fünfwöchige Sommerpause wird intensiv genutzt, um gemeinsam mit Audi wirkungsvolle Ursachenforschung zu betreiben. Die so reichhaltig vorhandenen Daten müssen Aufschluss geben, wo es Defizite zu den Audi-Wettbewerbern gibt. Die Gründe werden gefunden und abgestellt werden", ist sich Haug sicher. Hoffnung macht möglicherweise das Vorjahr, als "Rocky" am Sonntag in Russland gewinnen konnte.

"Ich möchte hier keinen Phoenix-Sieg nach der Sommerpause in Moskau prognostizieren - ausschließen würde ich diesen aber genauso wenig. Gerade bei der Fehlersuche liegt die Kraft in der Ruhe, im fokussierten und analytischen Vorgehen. Audi und das Phoenix-Team haben diese Vorgehensweise immer dann praktiziert, wenn es darauf ankommt", erinnert der 63-Jährige.

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