Alexander Rossi: Chancen nicht nur bei Haas?

, 15.08.2015

Der Amerikaner Alexander Rossi hat den Traum vom Formel-1-Cockpit 2016 noch nicht aufgegeben: Neues US-Team Haas nicht die einzige Hoffnung

In der Formel-1-Saison 2016 wird das amerikanische Team Haas die große Grand-Prix-Bühne betreten. Die Mannschaft von Gene Haas und Günther Steiner wird in Zukunft eng mit Ferrari zusammenarbeiten, um möglichst schnell konkurrenzfähig zu werden. Der Auftritt eines US-Teams ist mit großen Hoffnungen verbunden. Die Formel 1 soll in den USA besser Fuß fassen, amerikanische Piloten wünschen sich den Sprung in ein Renncockpit.

Teameigner Gene Haas hat zwar angedeutet, dass man sich in Bezug auf die Fahrerbesetzung 2016 eher auf erfahrenes Personal - Jean-Eric Vergne, Nico Hülkenberg und Esteban Gutierrez werden genannt - verlassen werde, aber dennoch hat Youngster Alexander Rossi seine Hoffnungen noch nicht aufgegeben. "Mein Ziel ist und bleibt die Formel 1", so der 23-Jährige aus Kalifornien. "Meine Hoffnungen sind aber nicht an ein einzelnes Team geknüpft."

"Es geht mir darum, in dieses Starterfeld zu kommen und beweisen zu dürfen, dass ich es verdiene, in dieser Meisterschaft zu fahren. Ich werde jede sich ergebende Möglichkeit nutzen", sagt Rossi. Der Amerikaner war lange Zeit Testpilot im ehemaligen Caterham-Team, kam aber zu keinem Renneinsatz. 2014 war der Traum von einem Grand-Prix-Einsatz bei Marussia zum Greifen nahe, doch in letzter Sekunde zog man Nennungen für Belgien und Sotschi wieder zurück.

Rossi fährt derzeit weiterhin in der GP2-Serie (aktuell Rang drei), um sich mit guten Leistungen für einen Sprung in die Formel 1 zu empfehlen. Ob es reichen wird, sich auch bei Haas in eine gute Position zu bringen, ist unklar. "Damit die Amerikaner voll hinter der Formel 1 stehen, braucht es einen amerikanischen Fahrer. Im kommenden Jahr geht es mit dem Team Haas schon einen Schritt in diese Richtung. Dann werden die Amerikaner etwas haben, zu dem sie halten können", sagt er.

"Die Amerikaner sind sehr patriotisch. Sie wollen ihre Landsleute unterstützen und die Amerikaner erfolgreich erleben", erklärt Rossi. "Aber einfach nur einen amerikanischen Fahrer oder ein US-Team zu haben, ist letztlich nicht genug. Man braucht eine Kombination von amerikanischem Team mit amerikanischem Fahrer, die erfolgreich ist. Das ist die größte Hürde. Die Formel 1 muss zeigen, dass Amerikaner erfolgreich sein können und Rennen gewinnen."

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