Alonso: "Dinge werden sich nicht mehr dramatisch verändern"

, 08.09.2014

Fernando Alonso blickt nach dem verkorksten Heimrennen skeptisch nach Singapur - Eine wundersame Heilung binnen zwei Wochen sei nicht zu erwarten

Nach dem Ferrari-Auftritt im heimischen Monza, der durch Platz neun von Kimi Räikkönen sowie dem technisch bedingten Ausfall Fernando Alonsos zur Tragödie wurde, müssen die "Roten" nach vorn schauen. Viel schlechter kann es ohnehin nicht laufen. In knapp zwei Wochen wartet in Singapur ein Straßenkurs mit völlig anderen Anforderungen, der Ferrari womöglich besser liegen wird als die Hochgeschwindigkeitsstrecke in Italien. Trotzdem bleibt Alonso skeptisch.

"Ich fürchte, dass es nicht so viel anders aussehen wird", meint der Champion von 2005 und 2006: "Ferrari wird nicht innerhalb von zwei Wochen zurückkommen in Singapur. Das haben wir in 13 Rennen nicht geschafft, also werden wir es jetzt auch nicht in einem schaffen. Zwar wussten wir, dass es hier schwierig werden würde, aber wir liegen momentan klar hinter Mercedes, Red Bull und auch hinter Williams, die gerade in einer starken Form sind."

Ferrari musste in Monza sogar den dritten Gesamtrang an die Konkurrenz aus Grove abtreten. Ob man die Position zurückerobern kann, wird sich zeigen. "Freitags waren wir oftmals konkurrenzfähig, aber hoffentlich enttäuschen wir Samstag und Sonntag nicht wieder", so Alonso. "Wir versuchen, so gut wie möglich abzuschneiden, aber die Situation ist, wie sie ist. Die Dinge werden sich nicht mehr dramatisch verändern."

'Sky'-Experte Marc Surer glaubt hingegen schon an die Wiederauferstehung der Scuderia beim anstehenden Nachtrennen - zumindest in Maßen: "Alonso ist immer gut in Singapur, den habe ich da in guter Erinnerung. Der wird wieder vorne dabei sein." Allerdings stimmt der Ex-Formel-1-Fahrer zu, dass Ferrari nicht plötzlich wieder ein Siegerauto haben wird: "Es braucht dann schon ein bisschen Glück, um aufs Podium zu kommen. Aber zumindest ist es in Singapur wieder möglich, wenn vorne ein bisschen was los ist."

Ein Extralob hält Surer indes für die Tifosi bereit, die ihm derzeit ein wenig leidtun: "Die sind hier morgens reingekommen, jeder zweite hat eine Ferrari-Flagge getragen. Wir haben sie auch bei der Siegerehrung gesehen, da sind sie sogar mit dem großen Ferrari-Banner hin, und kein Ferrari weit und breit, das ist schon traurig."

Allerdings hebt der Schweizer auch die Zuverlässigkeit der Scuderia hervor: "Dass Ferrari so standfest ist, das muss man ja auch mal loben. Dass sie so selten ausfallen, und dass es so viele Rennen gedauert hat, bis Alonso mal wieder aus technischen Gründen stehengeblieben ist, das ist auch eine Kunst - das sollte man nicht vergessen", so Surer. Alonso war zuletzt Anfang 2010 durch einen Technikfehler ausgeschieden.

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