Bernie Ecclestone dementiert TV-Bann gegen Mercedes

, 28.09.2015

Bernie Ecclestone bestreitet, dass Mercedes bei der Übertragung des Formel-1-Rennens von Suzuka absichtlich ignoriert worden sei: "Ich habe nicht eingegriffen"

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat Verschwörungstheorien rund um die TV-Übertragung des Grand Prix von Japan in Suzuka eine Absage erteilt. Dass die Fahrzeuge von Mercedes während des Rennens auffällig selten im Bild waren, sei keine Vorsatz gewesen. "Es gab keine Manipulation", stellt Ecclestone gegenüber der Tageszeitung 'Die Welt' klar. Vielmehr sei man nach Beratungen zu dem Entschluss gekommen, die Regieführung bei den Rennen zu verändern.

"Wir haben uns vor einigen Wochen grundsätzlich über die Regieführung bei den Rennen unterhalten und sind zu dem Schluss gekommen, das Mittelfeld öfter zu zeigen", sagt Ecclestone. "Meilenweit in Führung liegende Autos zu zeigen ist langweilig, außerdem können wir damit die Mittelfeldteams besser unterstützen."

Nachdem Lewis Hamilton, der das Rennen überlegen gewann, und Teamkollege Nico Rosberg während des Rennens nur knapp sechs Minuten im Bild zu sehen waren, hatten Spekulationen über eine mögliche Retourkutsche Ecclestones die Runde gemacht. Der Verdacht: Da Mercedes Red Bull keine Motoren zur Verfügung stellen will, was im schlimmsten Fall zum Ausstieg des Teams aus der Formel 1 führen könnte, habe sich Ecclestone durch die Missachtung der Silberpfeile an Mercedes rächen wollen. Die Weltregie wird von Ecclestones Formula One Management (FOM) verantwortet.

"Wir überlegen die ganze Zeit, ob wir ihm auf die Zehen getreten sind", hatte sich Sportchef Toto Wolff nach dem Rennen bei 'RTL' gefragt. Auch Niki Lauda hatte sich über die geringe TV-Zeit gewundert und von Ecclestone Antworten verlangt. "Ich sehe Bernie eh nächste Woche und frag ihn dann mal nach den Gründen. Es war ziemlich komisch, dass wir Lewis nicht einmal beim Boxenstopp gesehen haben", so der Österreicher bei 'Sky Sports F1'.

"Lauda und Wolff kennen diese Überlegungen und werden das verstehen", ist Ecclestone jedoch überzeugt. "Die Regisseure in Japan haben es bei der Umsetzung unseres Vorhabens vielleicht etwas übertrieben. Aber ich habe nicht eingegriffen", beteuert er.

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