Bernie Ecclestone: Formel-1-Qualifying bleibt unverändert!

, 24.03.2016

Trotz massiver Kritik und Übereinkunft der Teams: Das Zeittraining wird in Bahrain erneut dem neuen Knock-Out-Modus folgen und dann (vielleicht) überarbeitet

Die Formel 1 bleibt dem umstrittenen Qualifying-Format nach dem "Reise-nach-Jerusalem"-Prinzip überraschend treu - zumindest beim Bahrain-Grand-Prix. Wie Serienboss Bernie Ecclestone bei 'Autosport' verkündet, hätte sich die Formel-1-Kommission aus FIA, Formula One Management (FOM), Rennpromotern, Sponsoren, diversen Partnern und den Teams am Donnerstag nicht auf eine Änderung verständigt. "Sie machen, was ich vorgeschlagen habe", erklärt Ecclestone.

Der 85-Jährige, der sich trotz eigener Kritik an dem Modus für eine Beibehaltung aussprach, sagt mit Blick auf das Bahrain-Rennen in der kommenden Woche: "Sie werden die Dinge so lassen wie vorgesehen." Scheitert das Format erneut, muss es sich laut Ecclestone aber einer Überarbeitung unterziehen, wenn es nicht sogar zugunsten des bewährten Formats ad acta gelegt wird.

Er unterstreicht: "Danach werden wir uns in Ruhe anschauen, ob es das Richtige oder das Falsche war, ob es modifiziert werden muss oder ganz geknickt wird." Offenbar folgt Ecclestone damit FIA-Präsident Jean Todt und steht nicht auf Seiten der Teams, die sich am Sonntagmorgen in Melbourne auf eine Rolle rückwärts verständigt hatten - ohne seine Beteiligung: "Das hatte die FIA ohnehin vor. Ich habe ihnen gesagt, wir werden unterstützen, was immer sie für richtig halten", so der Brite.

Zur Begründung führt er die Unvorhersehbarkeit der Folgen an, die Änderungen am Modus hätten: "Da niemand weiß, was das Richtige ist, haben wir beschlossen, alles so zu belassen, wie es geplant war und nach dem Rennen nochmals darauf zu schauen", meint Ecclestone, der im Nachgang des Bahrain-Manövers Nägel mit Köpfen machen will: "Nach zwei Grands Prix werden wir sehen, ob es richtig oder falsch war", gibt er der "Reise nach Jerusalem" eine klar definierte Galgenfrist.

Die Teams waren am Donnerstag in einer E-Mail-Abstimmung offenbar aufgefordert worden, über eine Rückkehr zum bewährten System nur im dritten Qualifikationsabschnitt zu entscheiden - den 90-Sekunden-Knock-Out in den Teilen eins und zwei also zu belassen, wie er mit den neuen 2016er Regeln gestaltet worden war. Ihr eigener - ohne Einstimmigkeit in der Formel-1-Kommission aber nichtiger - Beschluss in Australien hatte eine komplette Wiedereinführung des Formats von 2015 vorgesehen .

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