Bernie Ecclestone kritisiert: Toto Wolff geht's nur ums Geld

, 27.10.2016

Die "Heuschrecken" kommen: Bernie Ecclestone ist ein Dorn im Auge, dass Investoren wie Toto Wolff an die Stelle von Figuren wie Frank Williams treten

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone übt erneut scharfe Kritik an Mercedes-Sportchef Toto Wolff. Vor dem Grand Prix von Mexiko erklärt der 85-Jährige, dass die heutige Generation der Teamchefs in der Formel 1 in erster Linie engagiert sei, um Geld zu verdienen, ohne Rücksicht auf die Interessen des Sports - anders als in der Gründerzeit der modernen Formel 1, in der Garagisten wie Enzo Ferrari oder Frank Williams am Werk waren.

"Wir haben alle Geld verdient, aber das war nie unser primäres Ziel", sagt Ecclestone. "Das Problem heute ist, dass Leute kommen, denen es nur darum geht, Geld zu verdienen. Toto Wolff ist vermutlich das beste Beispiel dafür." Ein persönlicher Seitenhieb gegen den Österreicher, der vor seiner Karriere in der Formel 1 Finanzinvestor war.

Wolffs erste zündende Geschäftsidee war es schon 1993 gewesen, bei einer Großdemonstration einer Menschenrechtsorganisation in Österreich ("Lichtermeer") zehntausende Fackeln zu verkaufen. 1998 gründete er dann das Venture-Capital-Unternehmen Marchfifteen, 2004 mit Marchsixteen eine weitere Beteiligungsgesellschaft.

Zunächst investierte Wolff, damals noch semiprofessioneller Rennfahrer ohne allzu tolle Zukunftsaussichten, in Internet- und Technologieunternehmen wie etwa das zeitweise sehr populäre Kurznachrichtenportal SMS.at. Später stieg er bei der HWA AG ein, die unter anderen den Mercedes-Einsatz in der DTM leitet, und hatte damit erstmals ein Standbein im Motorsport.

Im November 2009 beteiligte sich Wolff mit Marchsixteen beim Williams-Team, im Februar 2011 führte er Williams in Frankfurt an die Börse. Seit 2013 ist er Sportchef bei Mercedes und 30-Prozent-Teilhaber des Silberpfeil-Werksteams. Offenbar nicht unbedingt der Lebenslauf, den sich Ecclestone als den eines echten Racers vorstellt.

Die jüngste Aussage ist übrigens nicht der erste Seitenhieb gegen Wolff, den sich Ecclestone erlaubt hat. "Toto, du wirst eine schöne Inschrift auf deinem Grabstein haben: 'Ich habe geholfen, die Formel 1 zu killen'", hatte er dem 44-Jährigen bereits im vergangenen Jahr gesagt.

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