Nico Rosberg voll fokussiert: Mexiko gewinnen, that's it!

, 27.10.2016

"That's it" wird zum Standardsatz von Nico Rosberg in der FIA-PK in Mexiko: "Es fühlt sich richtig an, mich auf das zu konzentrieren, was ich beeinflussen kann"

Nico Rosberg, frischgebackener ADAC-Motorsportler des Jahres, hat in der Formel-1-Saison 2016 die einmalige Chance, erstmals Weltmeister zu werden. Theoretisch kann er den Sack schon beim Grand Prix von Mexiko zumachen, wenn er das Rennen am Sonntag gewinnt und Lewis Hamilton ausscheidet. Aber Rosberg steigt all das offenbar nicht zu Kopf.

Bei der FIA-Pressekonferenz am Donnerstag drehte sich natürlich alles um das Thema WM-Entscheidung. Aber Rosberg weicht auch am drittletzten Rennwochenende der Saison nicht von seinem Kurs ab, der bisher so erfolgreich war: "Ich kann nur die beste Performance aus mir rausholen, wenn ich mich nur auf die Dinge konzentriere, die ich selbst kontrollieren kann. Und das ist, hier in Mexiko zu versuchen, das Rennen zu gewinnen", sagt er.

Es sei doch nicht menschlich, in seiner Situation nicht mal im Hinterkopf an die Möglichkeit zu denken, Formel-1-Weltmeister werden zu können, lautet eine Frage. Aber Rosberg bleibt dabei: Er denke nur von Rennen zu Rennen. "Ich bin mir dessen schon bewusst", sagt er. "Es war bisher eine großartige Saison, deswegen bin ich jetzt in dieser Position. Es ist aufregend, am Saisonende mit Lewis um die WM zu kämpfen. Wir hatten das schon mal, aber es ist ziemlich cool."

Gefühlte 15 Mal: "That's it"

Auf die Frage nach der Dynamik im Teamduell mit Hamilton antwortet er: "Ich ziehe mein Ding durch und versuche, das bestmögliche Ergebnis zu holen. That's it. Natürlich ist es intensiv, aber gleichzeitig geht es mir in letzter Zeit eigentlich auch ganz locker von der Hand." Und liegen teamintern weiterhin alle Telemetriedaten offen, trotz der Rivalität? "Bei uns liegt alles offen, alle Daten werden geteilt. That's it. Da hat sich nichts geändert", meint er.

"That's it", sagt Rosberg gefühlte 15 Mal - und signalisiert damit klipp und klar, dass es niemandem gelingen wird, ihn aus der Reserve zu locken. Nicht einmal die Frage nach der Kritik von Bernie Ecclestone, der ihn als schlechten Weltmeister bezeichnet hatte, provoziert ihn: "Ich habe persönlich mit ihm gesprochen. Er sagt, dass er das nicht genau so gesagt hat, wie es geschrieben wurde. Aber mir ist das eh egal. Ich konzentriere mich auf mein Ding. That's it."

Rosberg liest keine Presse mehr

"Ihr redet viel über anderer Leute Meinungen", sagt er in Richtung der Journalisten. "Ich bin hier, um Rennen zu gewinnen. Andere Leute werden immer Meinungen haben, die mir manchmal nicht schmeicheln. Das gehört dazu, so wird es immer sein. Da konzentriere ich mich lieber auf die Leute, die mich unterstützen. Es fühlt sich richtig an, mich auf das zu konzentrieren, was ich beeinflussen kann. Es einfach halten, im Moment leben. Und es funktioniert. Also bleibe ich dabei."

Immerhin gibt er dann doch noch zu, dass mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft "ein Kindheitstraum" in Erfüllung gehen würde. Aber: "Da hört es dann auch auf. Denn wie gesagt: Für mich kommt es dieses Wochenende nur drauf an, den Mexiko-Grand-Prix zu gewinnen." Und dafür helfe ihn auch die Erinnerung an den Sieg im Jahr 2015 nicht: "Wir fangen alle wieder bei null an." Aus seiner Sicht hoffentlich mit einem guten Rhythmus vom ersten Training an.

Im Mercedes-Team fühlt er sich so wohl wie noch nie: "Die Atmosphäre ist wirklich gut", behauptet Rosberg. "Wir hatten am Sonntagabend nach Austin eine tolle Party mit allen Mechanikern und Ingenieuren. Das Team hat sich enorm weiterentwickelt, wir sind in allen Bereichen so stark. Das Team zieht an einem Strang, wir haben eine gute Zeit, die Stimmung ist gut. Ich glaube, dass dieser WM-Kampf alle ansteckt."

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