Button widerspricht Ecclestone: Formel 1 ist nicht beschissen

, 23.06.2015

Jenson Button kann die Kritik von Bernie Ecclestone an der modernen Formel 1 nicht nachvollziehen, sondern sieht den richtigen Weg eingeschlagen

Kein Geringerer als Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bezeichnete das Produkt Formel 1 vor wenigen Tagen als "beschissen". Wenn schon dem Zampano die Laune derart vergangen ist, wie sollen dann Fahrer und Fans Freude an der selbsternannten Königsklasse haben?

Jenson Button versucht sich mit einer Erklärung. "Dieses Wort würde ich nicht verwenden", sagt der britische Formel-1-Routinier in Anspielung auf die harsche Wortwahl Ecclestones. "Als ich aufwuchs, war ich Beobachter einer Reihe verschiedener Formel-1-Epochen", so Button. "In den 1980er-Jahren gab es die Monster-Autos mit breiten Reifen und Turbo-Motoren. Heute würde man sagen, dass sich die Motoren gar nicht so gut anhörten, aber ich liebte es, diese Autos zu sehen. Es war die Königsklasse des Motorsports und ich blickte zu den Fahrern auf. Sie waren Helden."

"Das Gleiche gilt für die 1990er-Jahre", so Button, der sein Grand-Prix-Debüt im März 2000 bei Williams gab. Zuvor war er ausgiebig testen. "Jungs wie ich, wir liebten es, in diese Autos einzusteigen. Das Testen war trotzdem langweilig. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn man die Fahrer fragt, dann sind Testfahrten nach wie vor nicht so spannend wie Rennen. Doch das ist normal", findet der 35-jährige Brite.

Button ist lange genug dabei um zu wissen, dass sich immer über irgendwas beschwert wurde. "Wenn man sich die Rennen der 1980er-Jahre ansieht, dann gab es auch damals immer wieder Kritik, dass irgendwas nicht gut genug sei", erinnert der McLaren-Pilot, der seine insgesamt 16. Formel-1-Saison bestreitet.

So sieht Button die aktuelle Ära nicht kritischer als die 1980er-Jahre: "Solange wir in der Lage sind, aus unseren Fehlern zu lernen und bereit sind, Veränderungen einzuleiten, dann sehe ich kein Problem." Man müsse auf die Meinungen von Fahrern, Teamchefs und Fans genauso hören wie auf die Meinung der Medien. Der größte Fehler, den man laut Button begehen kann? "Stillstand ist das, was wir uns auf keinen Fall leisten können."

"Wir müssen den Sport weiter verbessern. Genau das passiert meiner Meinung nach gerade. Deshalb teile ich nicht die Ansicht, dass der Sport beschissen ist", widerspricht der Weltmeister von 2009 entschieden den Ausführungen Ecclestones über die aktuelle V6-Turbo-Ära.

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