Horner: Jemand wie Ross Brawn sollte die Regeln schreiben

, 22.06.2015

Christian Horner schlägt vor, einen unabhängigen Experten wie Ross Brawn mit der Ausarbeitung eines neuen Formel-1-Reglements zu betrauen

Die Diskussion um die zukünftige Ausrichtung der Formel 1 dreht sich seit geraumer Zeit im Kreis. Zwar sind sich alle Beteiligten darin einig, dass sich die Regeln verändern müssen, wenn die Formel 1 die aktuelle Popularitätskrise überwinden soll. Doch über den richtigen Weg herrscht weit weniger Einigkeit, da die Team in der Strategiegruppe vor allem ihre eigenen Interessen vertreten. "Die Strategiegruppe ist ziemlich ungeeignet", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Daher wartet er mit einem ungewöhnlichen Vorschlag auf.

Nicht die beteiligten Teams, sondern ein externer Fachmann sollte die Ausarbeitung eines neuen Reglements in die Hand nehmen. Horner wüsste auch schon, wer das sein könnte. "Vielleicht braucht man jemand unabhängigen, jemanden, der aktuell nicht (an der Formel 1; Anm. d. Red.) beteiligt ist. Jemanden wie Ross Brawn, der das Geschäft und die Herausforderungen kennt, der eine Vorgabe macht, wie das Auto und die technischen Regeln sein sollen", bringt er den ehemaligen Mercedes-Teamchef dafür ins Spiel.

Gerade der Grand Prix von Österreich mit seinen zahlreichen und umfangreichen Strafen wegen des Austauschs von Antriebskomponenten habe gezeigt, das sich der Sport in eine völlig falsche Richtung entwickelt habe. "Es kann nicht sein, dass wir nach dem Qualifying erst um zehn Uhr abends wissen, wie die Startaufstellung aussieht. Und dann gibt es im Rennen weitere Strafen", führt Horner aus. "Das ist für die Team schon schwierig genug zu verstehen. Für die Fans müssen wir es einfach halten und uns auf die Wurzeln des Grand-Prix-Sports besinnen."

Daher bestehe dringender Handlungsbedarf - möglichst schon vor der übernächsten Saison. "Es gibt viele Diskussionen wegen 2017, aber ich glaube, wir können es uns nicht leisten, so lange zu warten", fordert Horner zu raschem Handeln auf. "Es müssen Entscheidungen getroffen werden, damit die Leute und die Team wissen, was kommen wird."

Außerdem redet der Red-Bull-Teamchef seinen Kollegen ins Gewissen. Um die Formel 1 attraktiver zu gestalten, müssten alle Beteiligten zu Zugeständnissen bereit sein. "Jeder sieht ein, dass wir eine bessere Show bieten und unser Produkt verbessern müssen. Um das zu erreichen, muss jeder seinen Teil beitragen. Das geht nicht, wenn wir nur darauf schauen, unsere Stärken zu bewahren."

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