Dennis, Alonso und viel Blödsinn: "Fragen Sie die Putzfrau!"

, 02.05.2015

Der McLaren-Patron ist von den Qualitäten des "neuen" Fernando Alonso überzeugt und hat die Schauermärchen satt - Dreijahresvertrag ohne Ausstiegsklauseln

Verwundert die Augenbrauen hochzuziehen war noch die charmanteste Reaktion, die die kitschig zelebrierte Wiedervereinigung Ron Dennis' und Fernando Alonsos bei McLaren auslöste. Zu tief schienen die Gräben, die die Spionageaffäre, der "Krieg der Sterne" und die Trennung im Unfrieden 2007 hinterlassen hatten. Dennis stört, dass die Vergangenheit immer wieder Thema wird: "Die Leute neigen dazu, Blödsinn bezüglich der Beziehung zwischen McLaren und Alonso zu erzählen", sagt er 'Formula1.com'.

Der Unternehmenspatron, der zwischenzeitlich selbst seinen Hut nahm, erklärt jegliche Fehde zum wiederholten Male für beendet. "Das ist jetzt Geschichte", macht Dennis klar und meint damit allen voran den Krimi um illegale technische Informationen, die sein Team über den mittlerweile verstorbenen Nigel Stepney aus Maranello erhalten haben soll. Wiederholung ausgeschlossen: "Wir haben uns alle weiterentwickelt und mit 'wir' meine ich McLaren, Ferrari und die FIA", stellt Dennis fest.

Gleiches gilt für Alonso, der damals mit einem Erpressungsversuch und schmutzigen Tricks im Kampf gegen Stallrivale Lewis Hamilton Schlagzeilen machte: "Der Fernando, mit dem wir heute arbeiten, ist ein unglaublich motivierter und inspirierender Mann", lobt Dennis den Spanier. "Er ist schnell wie immer, aber auch erfahrener und versierter als je zuvor. Er kombiniert diese Tugenden mit ansteckender Energie und Enthusiasmus." Dieses Auftreten besitzt laut dem 67-Jährigen seine Strahlkraft.

Begeistert stellt er fest, dass Alonso kein hochtrabender Superstar ist: "Fragen Sie jeden im Team: Mechaniker, Ingenieure, die Marketing-Leute, die PR-Abteilung, die Köche, die Kellner, die Putzkräfte, wen auch immer: Alle werden das Gleiche behaupten", so Dennis. Entsprechend der Harmonie wurde das Juristische zwischen beiden Parteien geregelt, schließlich kann sich Alonso so schnell von McLaren nicht loseisen. "Er hat einen simplen Drei-Jahres-Vertrag, ohne Optionen", stellt Dennis klar.

Spekulationen, Alonso tue sich das McLaren-Martyrium nur an, um auf einen freien Platz bei Mercedes zu warten, verweist er damit ins Reich der Fabeln und spricht von einem Dreamteam, das sogar die Weltmeisterkombination Vettel/Räikkönen bei Ferrari überträfe: "Fernando und Jenson (Button; Anm. d. Red.) sind die beste Fahrerkombination in der Formel 1. Mit Kevin (Magnussen; Anm. d. Red.) haben wir außerdem den besten Reservepiloten - einen Mann, der in seinem ersten Rennen Zweiter geworden ist", schwärmt Dennis. "Sie sind Familie und sie wissen, dass sie zu uns gehören."

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