Rücktritt von Alonso? Ex-Teamkollege hätte Verständnis

, 30.04.2015

Nelson Piquet junior glaubt, dass Fernando Alonso über die Situation bei McLaren frustriert ist und hätte Verständnis für dessen Rückzug aus der Formel 1

Nelson Piquet junior könnte verstehen, wenn sein ehemaliger Teamkollege Fernando Alonso aufgrund der Formkrise von McLaren die Lust an der Formel 1 verlieren und aus der Serie zurücktreten würde - späteres Comeback nicht ausgeschlossen. "Ich könnte es verstehen, wenn er zurücktreten würde", wird der Brasilianer von der 'BBC' zitiert. "Ich würde nicht ausschließen, dass er das für ein oder zwei Jahre macht und dann zurückkommt."

Piquet, der in den Jahren 2008 und 2009 an der Seite Alonsos für Renault gefahren war, findet, dass der Spanier in der Formel 1 derzeit weit unter Wert geschlagen wird. Denn für Piquet ist Alonso immer noch der beste Fahrer in der Formel 1, was er vor allem aufgrund des schwachen Honda-Antriebs derzeit aber nicht zeigen kann. "Es ist frustrierend. Du bist der Beste, fährst aber nur um Platz neun oder zehn", sagt er.

Nachdem der bei Ferrari fünf Jahre lang vergeblich um seinen dritten WM-Titel in der Formel 1 gekämpft hatte, war Alonso vor dieser Saison zu McLaren zurückgekehrt und wollte dort mit den Rückkehrern von Honda an die erfolgreichen Zeiten Ende der 1980er-, Anfang der 1990er-Jahre anknüpfen. Piquet glaubt allerdings, dass auch andere Motive beim Teamwechsel des Spaniers eine Rolle spielten.

"Er dachte, die Rückkehr zu McLaren wäre gut, wobei das Gehalt sicherlich auch ein Grund war", sagt er. Doch bisher scheint der Teamwechsel für Alonso ein glattes Eigentor zu sein. Während sein Nachfolger Sebastian Vettel die Mercedes herausfordert und schon ein Rennen gewonnen hat, fährt Alonso mit dem McLaren-Honda hinterher.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Teamwechsel für Alonso ein Rückschritt ist. Ende 2007 war der Spanier nach seinem Zerwürfnis mit McLaren zu Renault zurückgekehrt, was sportlich alles andere als eine Verbesserung war. "Es nervt ihn sicherlich, dass er zum zweiten Mal ein Team verlassen hat, in dem es anschließend gut läuft", glaubt Piquet daher. "Das ist nicht sein Fehler. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort. Das kann passieren."

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