Romain Grosjean: Aus Crash-Saison 2012 viel gelernt

, 28.04.2015

2012 fiel Romain Grosjean durch seinen Speed, aber auch durch viele Unfälle auf: Rückblickend gesteht der Lotus-Pilot seine Fehler - Heute fühlt er sich gestärkt

In der Formel 1 geht es rasant aufwärts und abwärts. Nach vier WM-Titeln in Folge fuhr Sebastian Vettel im vergangenen Jahr mit dem neun Turbo-Hybrid von Renault hinterher. Mit seinem Wechsel zu Ferrari ist der Deutsche wieder vorne dabei. Fernando Alonso kann seit Jahren nicht an seine großen Erfolge anknüpfen. Sein letzter Sieg ist schon fast zwei Jahre her! In der Formel 1 geht es auch viel darum, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen oder eben falschen Ort zu sein.

Das beste Beispiel der jüngeren Vergangenheit ist Jenson Button. Nach dem Honda-Rückzug Ende 2008 war seine Karriere praktisch vorbei. Der Brite soll sogar bei Teams wie Toro Rosso angeklopft haben, doch es gab keinen Platz für Button. Keine zwölf Monate später war er mit BrawnGP Formel-1-Weltmeister. Anschließend holte Button mit McLaren noch einige Siege.

Ein weiteres Beispiel, wenn auch nicht so erfolgreich, ist Romain Grosjean. Nachdem sich das damalige Renault-Werksteam von Nelson Piquet jun. getrennt hatte - später wurde daraus die Crashgate-Affaire, wurde Grosjean für die letzten vier Saisonrennen 2009 ins Auto gesetzt. Mit einem Ausfall und den Plätzen 16, 13 und 18 sammelte er keine WM-Punkte. Alonso wurde bei diesen vier Rennen einmal Dritter, schaffte es ansonsten aber auch nicht in die Punkteränge.

So schnell wie Grosjeans Karriere begonnen hatte, so schnell war sie auch wieder vorbei. Über die AutoGP, die GT1-WM, Langstreckenrennen und schließlich mit dem GP2-Titel erhielt der Franzose seine zweite Formel-1-Chance. "2012 eroberte ich in Bahrain meinen ersten Podestplatz. Dann hätte ich in Barcelona und Kanada beinahe gewonnen", erinnert sich Grosjean an seinen steilen Aufstieg zurück.

"Dann hätte ich in Valencia gewinnen müssen, aber es gab ein Problem mit der Lichtmaschine. Es ging dann nur noch um Rennsiege und man vergisst den Rest. Ich hatte mir die falschen Ziele gesteckt", gibt er im Nachhinein zu. Grosjean machte sich neben den Erfolgen auch als Crashpilot einen Namen. Für die Startkollision in Spa 2012 wurde er in Monza gesperrt. Mittlerweile geht der Lotus-Pilot besonnener zu Werke.

"Ich habe viel gelernt. 2012 hatte ich die Unfälle immer beim Rennstart. Es war ein Fehler meiner Einstellung. Wenn man das versteht, dann kann man sich verändern." Auf der anderen Seite kann der richtige Einsatz der Aggressivität auch zu einem Erfolgsgeheimnis werden. "Das kann im Qualifying meine Stärke sein", betont Grosjean. "Und auch im Rennen ist es in Schlüsselmomenten wichtig. Man muss die Aggressivität kontrollieren, denn es arbeiten 500 Leute daran, diese Autos zu bauen. Man will nicht crashen!"

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