Fehlende Einsicht? Darum ist Lauda "richtig sauer" auf Vettel

, 29.06.2017

Dicke Luft zwischen Sebastian Vettel und Mercedes: Nicht nur Lewis Hamilton ist sauer auf den Deutschen, auch Niki Lauda ist aktuell nicht gut auf ihn zu sprechen

"Er hat sich heute blamiert", wetterte Lewis Hamilton unmittelbar nach dem Rennen in Baku gegen Sebastian Vettel. Der Rammstoß des Deutschen, der von der FIA momentan noch einmal untersucht wird, ist auch in der Woche nach dem Großen Preis von Aserbaidschan noch immer ein riesiges Thema. Niki Lauda, der Vettel am Sonntag bereits ein "Revanchefoul" unterstellte, legt mit seiner Kritik nun ebenfalls noch einmal nach - und zwar mit deutlichen Worten.

Für ihn liege die Schuld für den Vorfall "ganz klar" bei Vettel. Gegenüber 'Österreich' erklärt er: "Der hat während der Safety-Car-Phase einfach zu wenig Abstand gehalten und ist Lewis hinten reingeknallt. Die Analysen der FIA haben ergeben, dass Lewis nicht gebremst hat. Was danach passiert ist, ist allen unverständlich. Dem anderen von der Seite reinzufahren, ist unglaublich."

"Aber was mich noch mehr stört, ist, dass Vettel alle Schuld von sich weist - das macht er aber immer so", ärgert sich Lauda und ergänzt: "Ich bin auch richtig sauer auf den Vettel. Warum geht er nicht her und sagt einfach: 'Es war mein Fehler, ich hab Scheiße gebaut!'" Lauda spielt vermutlich unter anderem auf die Situation im vergangenen Jahr in Mexiko an, als Vettel sich ebenfalls eine Strafe einhandelte.

Auch damals zeigte sich der Ex-Weltmeister uneinsichtig. Es bleibt abzuwarten, ob die FIA den Deutschen für den Zwischenfall in Baku nachträglich noch einmal bestraft. Die ursprüngliche Stop-and-Go-Strafe ist für Lauda jedenfalls nicht ausreichend. "Für so ein Vergehen ist die FIA-Strafe von zehn Sekunden ein Witz. Die FIA-Strafpunkte werden Vettel auch nicht wirklich wehtun", winkt der Österreicher ab.

Fakt ist: Mit seiner Aktion hat sich Vettel im Mercedes-Lager keine Freunde gemacht. Hamilton hat nach dem Rennen jedenfalls bereits klar gemacht, dass er nicht an einer Aussprache mit dem Ferrari-Piloten interessiert ist. Lauda hat Verständnis dafür und will auch nicht in seiner bereits bekannten Rolle als Mediator auftreten. "Ich vermittle überhaupt nix. Die Burschen sind erwachsen genug, das unter sich auszumachen", stellt er klar.

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