Ferrari "ohne Orientierung": 2017 letzte Chance mit Vettel?

, 29.09.2016

Mark Webber befürchtet, dass Sebastian Vettel bald Wechselgedanken kommen könnten, und Jackie Stewart kritisiert einen Fehler, den Ferrari gemacht hat

Während der dreimalige Weltmeister Jackie Stewart findet, dass das Ferrari-Team in der Formel 1 derzeit "ohne Orientierung" auftritt, befürchtet Mark Webber, dass Sebastian Vettel im Falle einer weiteren erfolglosen Saison 2017 erste Wechselgedanken kommen könnten. Das erklärt der ehemalige Red-Bull-Teamkollege des Deutschen gegenüber der 'Sun'.

"Nächstes Jahr ist ein enorm wichtiges Jahr für Ferrari und Sebastian", sagt Webber der britischen Boulevardzeitung. "Was den Glauben ans Team angeht und ob sie die Waffen haben, es ganz nach vorne zu schaffen, wird das entscheidend sein. Ferrari muss Mercedes ins Visier nehmen und Woche für Woche gewinnen."

"Diese Saison haben sie in Melbourne noch von der WM geredet, aber in Bahrain hat Seb nicht einmal die Aufwärmrunde geschafft. Momentum, Konstanz und das Team in Reih und Glied zu bringen, ist nicht gelungen. Es ist eine enttäuschende Saison für Ferrari, in der sie ihr Potenzial nicht entfaltet haben", so der Porsche-WEC-Werksfahrer.

Indes kritisiert Stewart, dass Ferrari mit der Trennung vom Technischen Direktor James Allison im Juli einen Fehler gemacht hat: "Das hat nicht geholfen", analysiert der 77-Jährige in der 'Gazzetta dello Sport'. "Das Team war an ihn als Führer gewöhnt. Sich davon zu erholen, dauert. James ist es gelungen, das Team zu einen und das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen. Ich halte ihn für einen außergewöhnlichen Ingenieur."

"Ferrari scheint derzeit ohne Orientierung zu sein", fährt er fort. "Sie waren an einem Punkt, an dem sie sich fragen mussten, warum sie keine Rennen gewonnen haben. James Allison hat seinen Vater verloren, der ihm viel bedeutet hat, und dann ist auch noch seine Frau gestorben, die nicht in Italien leben wollte. James war natürlich sehr traurig."

"Aber sein Weggang bringt Instabilität. Und Stabilität ist fundamental für Erfolg in der Formel 1. Ferrari muss jetzt die richtigen Leute finden. Ken Tyrrell hatte nie am meisten Geld, aber er wusste genau, wer die richtigen Leute waren", erinnert sich Stewart an seine WM-Triumphe mit dem legendären britischen Team (indirekter Vorgänger des heutigen Mercedes-Werksteams).

Seit Allison Ferrari verlassen hat, leitet Mattia Binotto die Technikabteilung des Formel-1-Teams in Maranello. Der Italiener steht zum ersten Mal in seiner Karriere in der Gesamtverantwortung und kommt ursprünglich nicht aus dem Chassisbereich. Gerüchteweise wird aber Mercedes-Technikchef Paddy Lowe mit einem Wechsel zu Ferrari in Verbindung gebracht - frühestens 2017.

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