Formel 1 Monza 2016: Rosberg triumphiert im Ferrari-Land

, 04.09.2016

Mit einem verpatzten Start beraubt sich Lewis Hamilton in Monza um die Siegchance - Sieg für Nico Rosberg vor Hamilton und Sebastian Vettel im Ferrari

Bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad Celsius fand am Sonntag in Monza mit dem Großen Preis von Italien das letzte Europa-Rennen der Formel-1-Saison 2016 statt. Auf dem 5,793 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs verpatzte Hamilton den Start von der Pole-Position aus, was ihn am Ende wohl den Sieg gekostet hat. Den sicherte sich zum ersten Mal im Königlichen Park Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, der seinerseits leichtes Spiel mit der Konkurrenz hatte und robbte sich damit bis auf zwei WM-Punkte an den amtierenden Weltmeister heran.

Denn diese hatten die Silberpfeile ausgerechnet in Italien nicht wirklich - Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel sah mit satten 20,990 Sekunden Rückstand die Zielflagge, schaffte es damit sehr zur Freude der Tifosi immerhin auf das Podium. Teamkollege Kimi Räikkönen rundete das Ergebnis als Vierter ab.

Die fünfte Position ging an Daniel Ricciardo im Red Bull vor Valtteri Bottas im Williams. Dahinter ebenfalls in den Punkten: Max Verstappen (Red Bull), Sergio Perez (Force India), Felipe Massa (Williams) sowie Nico Hülkenberg (Force India).

Keine Zähler gab es dahinter für: Romain Grosjean (Haas), Jenson Button (McLaren), Esteban Gutierrez (Haas), Fernando Alonso (beide McLaren), Carlos Sainz (Toro Rosso), Marcus Ericsson (Sauber), Kevin Magnussen (Renault) und Esteban Ocon (Manor). Einen Ausfall mussten Daniil Kwjat (Toro Rosso), Pascal Wehrlein (Manor), Jolyon Palmer (Renault) und Felipe Nasr (Sauber) verkrafte.

Schwacher Start für Hamilton

Von der Pole-Position aus erwischte Hamilton einen schwachen Start und fiel auf den sechsten Rang zurück. Die Führung erbte Nico Rosberg vor Vettel, Räikkönen und Bottas. Ein frühes Aus musste Nasr verkraften, der sich beim Überholmanöver in der ersten Schikane mit Palmer verhakte, was die Radaufhängung beschädigte. Der Brasilianer fuhr zwar zunächst weiter, musste dann aber wie später auch Palmer aufgeben, der zunächst noch an die Box gekommen war, um sich einen neuen Frontflügel abzuholen.

Die Reihenfolge nach den ersten fünf von 53 Runden: Rosberg 2,1 Sekunden vor Vettel, 2,9 vor Räikkönen, 4,8 auf Bottas, 5,8 auf Hamilton, 7,3 auf Ricciardo, 8,9 auf Perez, 10,1 auf Massa, 13,5 auf Alonso und 14,5 auf Verstappen auf dem zehnten Rang. Dahinter: Hülkenberg, Grosjean, Wehrlein, Sainz, Kwjat, Magnussen, Ericsson, Gutierrez, Button, Ocon und Palmer.

Ferrari stoppt deutlich früher als Mercedes

In der 14. Runde eröffnete Bottas als Erster das reguläre Boxenstoppreigen, gefolgt von Verstappen und Alonso. In der 16. Runde folgten Räikkönen und Perez, einen Umlauf später folgten Vettel und Ricciardo. Beim Ferrari-Fahrer verlief der Stopp nicht ganz problemlos und der Deutsche kehrte nur knapp vor Räikkönen wieder auf den Kurs zurück.

In der Folgephase gelang es dem Mercedes-Duo an der Spitze nicht, auf den älteren Reifen schneller zu fahren als Ferrari. Hamilton jedoch war flotter unterwegs als Rosberg und holte langsam auf - in Runde 24 betrug der Rückstand nur noch 11,7 Sekunden. Erst in der 25. Runde kam Rosberg zum Stopp und erwischte einen mittelmäßigen Radwechsel, eine Runde vor Hamilton. Beide wechselten auf die härteren Reifen, können das Rennen im Gegensatz zu den Ferraris also durchfahren.

Wehrlein muss aufgeben

In der 28. Runde musste Wehrlein seinen Manor mit einem technischen Problem abstellen. In der 34. Runde holte sich Vettel die gelben Reifen ab (erneut ein schwacher Stopp), einen Umlauf später folgte Ferrari-Teamkollege Räikkönen. Beide fielen hinter Rosberg, Hamilton und Ricciardo zurück.

Nach der letzten Runde an Boxenstopps hatte Rosberg 10,9 Sekunden Vorsprung auf Hamilton vor Vettel (+28,2), Räikkönen (+34,8), Bottas (+45,7), Ricciardo (+49,6), Perez (+52,9), Verstappen (+57,1), Massa (+68,2) und Hülkenberg (+75,2) auf dem zehnten Rang vor Grosjean, Alonso, Sainz, Button, Gutierrez, Ericsson, Magnussen, Ocon und Kwjat (der sein Auto in Runde 38. an der Box abstellen musste).

Ausführlicher Bericht folgt an dieser Stelle in Kürze

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