Formel 1 am Nürburgring: Wer soll das Risiko tragen?

, 25.02.2015

Der Grand Prix von Deutschland 2015 ist immer noch in der Schwebe: Nürburgring würde "gewissen Verlust" akzeptieren, will aber nicht das gesamte Risiko tragen

Das Tauziehen um die Austragung des Grand Prix von Deutschland 2015 auf dem Nürburgring ist noch nicht beendet. Wegen des Besitzerwechsels der Anlage in der Eifel war das Rennen auf der Traditionsstrecke in Zweifel geraten. Bernie Ecclestone hatte kurzerhand darauf gesetzt, dass der Hockenheimring kurzfristig einspringen könne, doch dieser Plan ließ sich nicht umsetzen. Am Nürburgring versucht man unterdessen die Tür für Ecclestone offen zu halten. Es besteht noch Hoffnung.

Von Seiten der Offiziellen in der Eifel ist zu hören, dass man finanziell größere Planungssicherheit benötige. Die Antrittskosten der Formel 1 belasten das Budget. Wie viel man über Ticketverkäufe wieder hereinholen kann, ist in Zeiten des Zuschauerschwunds kaum einzuschätzen. Carsten Schumacher, Geschäftsführer der Nürburgring Betriebsgesellschaft, wünscht sich ein Konstrukt, das die drohenden Verluste abschätzbar macht und im Rahmen hält.

"Aus Rücksicht auf Fans und die Region sind wir bereit, einen akzeptablen Verlust hinzunehmen", so Schumacher in der 'Motorsport aktuell'. Man wolle jedoch das finanzielle Risiko auf mehrere Parteien verteilen. Der Nürburgring könne die Last als alleiniger Veranstalter nicht tragen. Ecclestone müsse als Promoter Geld verdienen, aber "das Problem ist die Startgebühr. Darüber müssen wir sprechen", so Schumacher. "Es hat wenig Sinn, eine Veranstaltung zu organisieren, in die man nur Geld steckt."

Ob Ecclestone selbst als Veranstalter des Grand Prix von Deutschland auftreten wird, ist derzeit noch unklar. Der Brite hat kürzlich signalisiert, dass er noch Chancen auf die Austragung des Rennens sehe. Andere Rennserien gehen ohnehin einen anderen Weg. Die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) tritt beispielsweise bei den Europarennen selbst über die Organisation LMEM als Veranstalter auf - auch beim Rennen im August auf dem Nürburgring.

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