Formel 1 Italien 2015: Lewis Hamilton gewinnt im Ferrari-Land

, 06.09.2015

Der Sieg beim Großen Preis von Italien geht an Lewis Hamilton - 40. Formel-1-Sieg für den Mercedes-Star vor Sebastian Vettel im Ferrari und Felipe Massa im Williams

Die Stimmung war bei den Tifosi vor dem Start zum Großen Preis von Italien großartig, was nicht nur am spätsommerlichen Wetter im Königlichen Park lag. Denn mit den Startpositionen zwei und drei war es den Ferrari-Fahrern gelungen, im Qualifying zumindest einen der in dieser Saison meist überlegenen Mercedes hinter sich zu lassen. Und somit machte sich ein wenig Hoffnung auf einen Überraschungssieg breit.

Auf dem 5,793 Kilometer langen Autodromo Nazionale di Monza war es aber dann doch einer der Silberpfeile, der am Ende des Rennens auf dem Podium ganz oben stand: Lewis Hamilton. Für den Briten war es in diesem Jahr bereits der siebte Sieg im zwölften Saisonrennen und der 40. Jubiläumssieg in seiner Formel-1-Karriere.

Der zweite Rang ging an Sebastian Vettel im Ferrari, der im Rennen wie von den Insidern erwartet in Relation zu Mercedes langsamer war als im Qualifying. Das Podium komplettierte Felipe Massa im Williams.

Punkte gab es ebenfalls Valtteri Bottas im zweiten Williams vor Kimi Räikkönen im Ferrari, den beiden Force India von Sergio Perez und Nico Hülkenberg, Daniel Ricciardo im Red Bull, Sauber-Fahrer Marcus Ericsson sowie Daniil Kwjat im zweiten Red Bull auf dem zehnten Rang.

Elfter wurde Carlos Sainz vor Teamkollege Max Verstappen im Toro Rosso, Felipe Nasr im Sauber, Jenson Button im McLaren und den beiden Manor-Marussias von Will Stevens und Robert Merhi. Einen Ausfall musste Nico Rosberg auf dem dritten Rang liegend verkraften. Ebenso sahen die Zielflagge nicht Fernando Alonso (McLaren) sowie die beiden Lotus von Romain Grosjean und Pastor Maldonado.

Räikkönen mit völlig verpatztem Start

An der Spitze gelang Hamilton ein guter Start, dank dem er die Pole-Position verteidigte. Ganz im Gegenteil zu Kimi Räikkönen, der auf der zweiten Position zunächst mit seinem Ferrari wie festgewurzelt stehenblieb und bis an das Ende des Feldes zurückfiel. Teamkollege Vettel erbte unterdessen den zweiten Rang von Rosberg, der seinerseits hinter Räikkönen an Schwung verlor und vom vierten bis auf den siebten Rang nach hinten gereicht wurde.

Die Reihenfolge nach den ersten fünf von 53 Runden: Hamilton vor Vettel, Massa, Bottas, Rosberg, Perez, Hülkenberg, Ericsson, Button und Sainz auf dem zehnten Rang. Dahinter: Räikkönen, Ricciardo, Kwjat, Alonso, Stevens, Merhi, Verstappen und Nasr. Bereits ausgefallen: Pastor Maldonado im Lotus.

Vettel ohne Chance gegen Hamilton

Während Rosberg von seinem Team gewarnt wurde, auf seine vorderen Bremsen zu achten, die Überhitzungserscheinungen zeigten, musste Sainz eine Fünf-Sekunden-Strafe absitzen. Der Toro-Rosso-Pilot hatte die Strecke verlassen und sich dabei nach Ansicht der Rennleitung einen Vorteil verschafft. An der Spitze mühte sich Vettel vergeblich gegen Hamilton ab - in Runde 13 betrug der Rückstand bereits über sieben Sekunden. Der Vorsprung auf Massa wiederum über fünf Sekunden.

Top-Fahrer-Boxenstopps beginnen in Runde 19

In Runde 19 steuerte Rosberg als erster Fahrer aus der Spitzengruppe die Boxen an, Massa einen Umlauf später, der einen Platz hinter Rosberg zurückfiel. Vettel ließ sich im 26. Umlauf neue Räder montieren, Hamilton eine Runde später. In der 29. Runde folgte dann auch Räikkönen - jetzt war nur noch Ricciardo auf Rang sieben ohne Stopp, der in der 31. folgte.

Die Abstände nach 35 Runden: Hamilton 19,6 vor Vettel, 24,5 vor Rosberg, 29,4 auf Massa, 35,8 auf Bottas, 47,7 auf Perez, 54,7 auf Räikkönen, 57,8 auf Hülkenberg, 58,8 auf Ericsson und 73,5 Sekunden Vorsprung auf Ricciardo auf Rang zehn. Dahinter: Kwjat (+75,3), Sainz, Nasr, Verstappen, Button, Alonso, Stevens und Merhi (jeweils eine Runde Rückstand).

In der 44. Runde hatte Rosberg nur noch drei Sekunden Rückstand auf Vettel - würde es noch zum Duell zwischen den Landsleuten kommen? An der Spitze war jedenfalls alles klar, bei über 22 Sekunden Vorsprung konnte nur noch ein Problem Hamilton um den Sieg bringen. In der 48. Runde hatten Vettel noch zwei Sekunden Vorsprung auf Rosberg.

Probleme und ein Ausfall bei Mercedes

Wenige Runden vor Schluss erhielt Hamilton den Funkspruch: "Lewis, wir brauchen jetzt von dir ein paar Hammerunden, wir müssen einen Vorsprung herausfahren. Keine Frage, wir klären das nach dem Rennen auf!". An der Box waren sorgenvolle Mienen zu sehen - doch warum der Weltmeister womöglich einen Vorsprung für einen zusätzlichen Stopp herausfahren muss, darüber schienen Zuschauer wie der Fahrer selbst zu rätseln.

In der 52. Runde war es dann ein anderer Mercedes-Fahrer, der plötzlich ein Problem bekam: Rosbergs Mercedes-Motor ging in Rauch und der Deutsche verlor damit kurz vor Rennende den zweiten Rang.

Ausführlicher Rennbericht folgt an dieser Stelle in Kürze

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