Formel 1 Sotschi 2015: Freitag wegen Regen wertlos

, 09.10.2015

Nico Hülkenberg bleibt Tagesschnellster beim Russland-Grand-Prix, am Nachmittag sichert sich aber Felipe Massa die Bestzeit auf nasser Strecke

Nachdem schon das Vormittagstraining in Sotschi wegen Diesel auf der Strecke um 30 Minuten verkürzt und aufgrund der rutschigen Bedingungen praktisch wertlos war, fiel auch das zweite Freie Training zum Grand Prix von Russland buchstäblich ins Wasser. So bleibt Nico Hülkenbergs Bestzeit aus FT1 (1:44.355 Minuten) am Freitag bestehen.

Am Nachmittag dauerte es 20 Minuten, bis Sebastian Vettel (Ferrari) als erster Fahrer auf die Strecke ging. Doch richtig Fahrbetrieb kam zu keinem Zeitpunkt auf, auch wenn in der letzten halben Stunde der Session noch am meisten los war. Die Bestzeit sicherte sich auf den letzten Drücker Felipe Massa (Williams) in 2:00.458 Minuten, zwei Zehntelsekunden vor Sebastian Vettel (Ferrari) und Valtteri Bottas (Williams).

Turbulent waren die letzten fünf Minuten, in denen zuerst Fernando Alonso (McLaren), mit zwölf Runden der fleißigste Fahrer der Session, zurückgepfiffen wurde: "Fernando, wir haben ein Problem. Wir müssen an die Box." Kurz darauf Alarm bei Williams: "Valtteri, komm rein, du hast einen Reifenschaden." Und Max Verstappen (4./Toro Rosso/+0,348) wurde verboten, auf Bestzeiten-Jagd zu gehen: "Die Reifen brauchen wir vielleicht am Sonntag."

Denn heute viel zu trainieren, hätte keinen Sinn ergeben. "Wozu?", fragt Mercedes-Boss Niki Lauda. "Morgen und übermorgen soll die Sonne scheinen. Da kann man heute nichts üben und braucht sich die Motoren nicht kaputt machen." Nico Rosberg (Mercedes) widerspricht: "Wir konnten ein paar Starts üben, Prozeduren, im Nassen ein bisschen pushen. Aber letztendlich war das Auto für die Bedingungen nicht richtig abgestimmt."

Daher drehte der Deutsche keine einzige gezeitete Runde, absolvierte aber sechs Installation-Laps. Überhaupt trugen sich am Freitagnachmittag nur acht Fahrer in die Zeitenliste ein. "Kein großartiger Tag, besonders für die Fans. Die haben nicht viele Autos gesehen", sagt Rosberg. "Jetzt müssen wir die ganze Arbeit am Samstagmorgen machen - und raten, welche Abstimmung am besten funktioniert. Hoffentlich sind wir da von Anfang an nahe an der Perfektion."

Fünf Fahrer gingen gar nicht auf die Strecke, darunter auch Kimi Räikkönen (Ferrari). Ein Freitag zum Vergessen also - weil schon das erste Training praktisch nutzlos war. Der Diesel wurde, das ist inzwischen bekannt, von einem Reinigungsfahrzeug mit einem technischen Problem auf dem Asphalt verteilt. Der Veranstalter hat sich dafür inzwischen bei den Teams entschuldigt und eine Untersuchung gestartet, wie es dazu kommen konnte.

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