Formel-1-Tests 2015 Barcelona: Vettel patzt, McLaren blamabel

, 21.02.2015

Bericht vom dritten Testtag: Maldonado fährt Bestzeit - Vettel begeht Fahrfehler und landet nach 1:25 Minuten im Kiesbett - McLaren-Honda versumpft in Problemen

Stehendes Autos sorgten am Samstag für die wichtigsten Bilder der Formel-1-Testfahrten in Barcelona: Die Rede ist von Sebastian Vettels Ferrari, den der Deutsche am Vormittag mit einem Fahrfehler ins Kiesbett setzte, und McLaren-Honda im Dauerdebakel. Dass Pastor Maldonado (1:24.348 Minuten) nach einer Tagesbestzeit am Donnerstag auch bei seinem zweiten Einsatz im Lotus auf Platz eins landete, ist wenig aussagekräftig, beim zweiten von drei Wintertests aber ein Signal.

Der Venezolaner brannte auf weichen Reifen die schnellste Runde der Woche in der Übersicht! in den Asphalt und war damit 0,884 Sekunden schneller als Lewis Hamilton bei dem Umlauf, der ihm 2014 die Pole-Position beim Spanien-Grand-Prix sicherte. Offenbar wird die Formel 1 immer schneller. Aber: Dass die Marke mit Vorsicht zu genießen ist, verdeutlichte der zweite Rang für Toro Rossos Dreikäsehoch Max Verstappen (+0,391 Sekunden), der mit 129 Runden erneut der fleißigste Pilot des Tages war, ehe er den STR10 kurz vor Schluss mit Technikdefekt parkte.

Für die Schrecksekunde des Tages sorgte Vettel gleich am frühen Morgen : In Kurve 5 beförderte der Deutsche seinen SF15-T nach nur 1:25 Minuten und wenigen Hundert Metern auf der Strecke ins Kiesbett, ohne anzuschlagen. Ferrari bestätigte später, dass es sich um einen Fahrfehler gehandelt habe. Es dauerte keine komplette Stunde, da rollte der rote Renner aber schon wieder. Vettel (+2,059 Sekunden) war am Ende Fünfter und damit nur knapp hinter den vor ihm platzierten Hamilton (+1,337 Sekunden) und Marcus Ericsson (+1,992 Sekunden). Der Schwede musste am Vormittag aussetzen, weil Getriebeprobleme den Sauber lahmlegten.

McLaren-Honda plagen wieder Dichtungsprobleme

Schon am Freitag schleppten sich die Schweizer, die nicht an ihre starken Vorstellungen in Jerez anknüpfen, mit der letzten verfügbaren Komponente durch den Tag. Red Bull fiel mit den Longruns und einer abgebrochenen Rennsimulation Daniil Kwjats (6., +2,241 Sekunden) genauso wenig auf wie Williams und Felipe Massa (7., +2,564 Sekunden). Der Brasilianer gab den FW37 am Mittag planmäßig an Teamkollege Valtteri Bottas (9., +3,208 Sekunden) ab, der sich bei einsetzendem Regen mit Boxenstopp-Training begnügte und kurz vor Feierabend nur eine Handvoll gezeitete Runden bewerkstelligte.

Auch Pascal Wehrlein (8., +2,985 Sekunden) sorgte an seinem zweiten Tag in einem modifizierten Vorjahresmodell Force Indias nicht für Spektakel. Nach so viel Routine leckt sich McLaren derzeit wohl die Finger. Der neue Honda-Partner erlebte am Samstag das nächste Debakel einer schon jetzt völlig vermasselten Saisonvorbereitung. Das Team löste die Dichtungsprobleme am Hybridsystem, genauer gesagt der MGU-K des MP4-30, die schon am Donnerstag für eingeschränkten Fahrbetrieb gesorgt hatten, am Vormittag nur scheinbar.

Nach sieben Runden strandete der Renner mit Jenson Button (10., +4,803 Sekunden) erneut und musste auf den Abschleppwagen. McLaren sprach zunächst nur von "Leistungsverlust", doch das Problem war das Gleiche. Am Nachmittag ging es für den gebeutelten Briten nur mit begrenzter Leistung weiter und es stand erneut eine längerer Reparaturpause an, was erste positive Eindrücke vom Freitag mit Fernando Alonso am Steuer relativierte. Noch am Abend soll eine neu entwickelte Dichtung eintreffen - was nichts daran änderte, dass Button mit 24 Runden wieder kaum dazu kam, sein Auto zu bewegen.

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