Formel-1-Tests 2017: Renault rennt "mit guter Basis"

, 02.03.2017

Nico Hülkenberg stellt dem neuen Renault R.S.17 nach der ersten Testwoche in Barcelona 2017 ein solides Zeugnis aus: "Ich hatte jederzeit Spaß im Auto!"

Renault könnte in der Formel-1-Saison 2017 der erhoffte Sprung nach vorn gelingen. Das ist der Eindruck, den die Piloten der Werksmannschaft in der ersten Testwoche des Jahres in Barcelona gewonnen haben. Die französische Mannschaft, die im Vorjahr nur auf dem enttäuschenden neunten Schlussrang gelandet war, zeigte mit dem neuen R.S.17 in Spanien ein solides Tempo - aber auch einige technische Gebrechen.

Die schnellste Renault-Rundenzeit der vier Tage in Barcelona gelang Jolyon Palmer am Mittwoch in 1:21.396 Minuten. Der Brite war somit über die gesamte Woche betrachtet der schnellste Verfolger der Topteams Mercedes, Ferrari und Red Bull . Nico Hülkenberg war am Mittwoch in 1:21.791 Minuten nur unerheblich langsamer gewesen. Beide nutzten die Soft-Mischung von Pirelli, während zahlreiche Konkurrenten noch weicher unterwegs waren.

"Das Auto läuft ganz gut", fasst der Deutsche zusammen, der zur Saison 2017 von Force India zum französischen Werksteam gewechselt war. "Hier und dort gibt es noch Bereiche, in denen wir uns verbessern können, aber es war erst einmal ein guter Anfang. Wir starten mit einer guten Basis. Jetzt müssen wir darauf aufbauen, die kleinen technischen Gebrechen abstellen und mehr Kilometer abspulen", so Hülkenberg, der in Barcelona insgesamt 150 Runden (698 Kilometer) absolviert hatte.

Die Gesamtbilanz von Renault beim ersten Test des Jahres 2017 liest sich zunächst positiv. Das Tempo ist vorhanden, aber die Zuverlässigkeit nicht. Am Montag gab es unter anderem Probleme mit den Bremsen, anschließend wurde klar, dass der Heckflügel nicht dem Regelwerk entspricht, schließlich lösten sich am Mittwoch noch einige Karbonteile auf und Palmer landete im Kiesbett. Reibungslos geht anders. "Das müssen wir abstellen", sagt Hülkenberg klar.

Die kleineren Probleme, für die man aus Sicht des Teams schnelle Lösungen finden kann, konnten dem Deutschen jedoch den Fahrspaß nicht vermiesen. "Es ist ganz anders, alles so viel schneller und dynamischer", erklärt der Emmericher. "Ich hatte jederzeit Spaß im Auto. Die neue Formel 1 ist mit ihrem neuen Look, ihrem neuen Tempo und dem neuen Fahrgefühl richtig gut." In der Zuverlässigkeitstabelle belegt Renault nach der ersten Testwoche mit 1.364 Kilometern Rang sechs. Mercedes konnte fast die doppelte Distanz absolvieren.

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