Gutierrez: Neues Management soll Formel-1-Platz sichern

, 10.12.2016

Ex-Haas-Pilot Esteban Gutierrez lässt sich ab sofort von Landsmann Adrian Fernandez vertreten: Verkauf von Manor-Team könnte Cockpitchancen 2017 erhöhen

Die Formel-1-Karriere von Esteban Gutierrez hat einen weiteren Knick erhalten. Nach zwei Jahren bei Sauber (2013 und 2014) sowie einem Jahr als Kaderpilot von Ferrari (2015) konnte sich der Mexikaner auch bei seinem Renncomeback im Auto von Haas nicht nachhaltig in Szene setzen. Seinen Platz bei den Amerikanern übernimmt zur kommenden Formel-1-Saison 2017 Kevin Magnussen. Gutierrez könnte am Ende mit leeren Händen dastehen.

Die einzige Chance auf eine Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere im kommenden Jahr könnte sich bei Manor bieten. Das britische Team steht derzeit zum Verkauf. Sollte der angebliche Interessent Tavo Hellmund den Zuschlag erhalten, so wären die Aussichten für den Mexikaner bestens, heißt es. Doch der Verkauf ist längst noch nicht über die Bühne, man verhandelt immer noch um den Preis. Unterdessen arbeitet Gutierrez an Plan-B.

Der ehemalige GP3-Champion will sich mit allen Mitteln den Platz bei Manor sichern. Aus diesem Grund hat er sein Management neu ausgerichtet. Der bisherige Berater Didier Coton (langjähriger Manager von beispielsweise Mika Häkkinen) tritt zurück ins zweite Glied. Gutierrez' Landsmann Adrian Fernandez übernimmt die Verhandlungen in der Formel 1. "Wir standen immer in Kontakt und haben jetzt beschlossen, etwas enger zusammen zu arbeiten", wird Gutierrez von 'Autosport' zitiert.

Coton bleibe in beratender Funktion im Hintergrund, aber Fernandez bekleide nun die Rolle als Manager, betont der 25-Jährige. Während der neue Verhandlungsführer von Gutierrez an der Rettung der Formel-1-Karriere arbeitet, will Gutierrez selbst noch einmal das Gespräch mit seinem Ex-Team Haas suchen. Das Arbeitsverhältnis war zuletzt belastet gewesen. Gutierrez hatte im Sommer selbstbewusst geäußert, dass er jederzeit beim Team verlängern könnte. Die Teamleitung um Günther Steiner bewies ihm das Gegenteil.

"Rückblickend kann man immer sagen, dass man einige Dinge hätte besser machen können", sagt der Formel-1-Pilot, der mit Teamchef Steiner zwischendurch aneinander geraten war. Den Rauswurf bei Haas halte er für "unfair". "Ich zeige auf niemanden mit dem Finger, bin aber sicher, dass man es besser hätte machen können. Ich selbst habe mich zu jener Zeit zu sehr auf das Fahren konzentriert", erklärt Gutierrez. Er werde sich in Zukunft selbst mehr um Verhandlungen und Gespräche kümmern.

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