Rolle rückwärts: Wolff bereut Teamorder für Lewis Hamilton

, 09.12.2016

Toto Wolff schwenkt um: Die (vergebliche) Teamorder für Lewis Hamilton beim Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi sei ein Fehler gewesen

Rolle Rückwärts bei Toto Wolff: Mit dem zeitlichen Abstand von knapp zwei Wochen meint der Mercedes-Motorsportchef, die Teamorder für Lewis Hamilton beim Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi sei ein Fehler gewesen. Anstatt den Briten in der Schlussphase des Rennens energisch aufzufordern, schneller zu fahren, hätte das Team nicht in das WM-Duell zwischen Hamilton und Nico Rosberg eingreifen sollen.

"Im Nachhinein betrachtet hätten wir anders kommunizieren und sie so fahren lassen sollen, wie sie es für richtig halten", sagt Wolff im Interview mit 'Sky Sports F1'. Hamilton war in der Schlussphase des Rennens absichtlich langsamer gefahren, um den hinter ihm fahrenden Rosberg in einen Zweikampf mit Sebastian Vettel und Max Verstappen zu verwickeln. Nur wenn diese beiden Rosberg überholt hätten, wäre Hamilton mit einem Sieg Weltmeister geworden. Doch der Plan ging nicht auf.

Am Mercedes-Kommandostand sah man indes den Sieg in Gefahr und forderte Hamilton mehrmals vergeblich auf, sein Tempo zu steigern. Doch selbst eine Ansage von Technikchef Paddy Lowe hatte Hamilton ignoriert und stattdessen gemeint: "Ich schlage vor, ihr lasst uns das Rennen fahren."

Für diese Missachtung der Teamorder war Hamilton nach dem Rennen von Wolff und Niki Lauda scharf kritisiert worden. "Er untergräbt die gesamte Struktur des Teams und alles, was wir machen", hatte Wolff gesagt und mit Konsequenzen gedroht, die dann aber doch nicht folgten.

Und mittlerweile meint der Österreicher sogar, dass nicht Hamilton, sondern das Team in Abu Dhabi einen Fehler gemacht habe. "Wir haben nicht bedacht, was für unserer Fahrer auf dem Spiel steht, sondern haben nur gesehen, dass wir für dieses Rennen genau so viele Punkte wie für jedes andere bekommen und es gewinnen wollen", sagt Wolff.

Doch in der Stresssituation des laufenden Rennens kämen solche Fehlentscheidungen nun einmal vor. "Wenn man in der Hitze des Gefechts Entscheidungen trifft, macht man manchmal Fehler", entschuldigt sich Wolff.

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