Jarno Trulli warnt Fernando Alonso: "Es sieht nicht gut aus"

, 09.01.2015

Warum Jarno Trulli damit rechnet, dass Fernando Alonsos Leidensweg bei McLaren weitergeht und wieso die Truppe aus Woking noch immer keinen Hauptsponsor hat

Diese Kombination birgt Zündstoff: Fernando Alonso kehrt diese Saison zu seinem alten Arbeitgeber McLaren zurück. Die Zusammenarbeit des zweifachen Weltmeisters und des britischen Traditionsteams endete 2007 in einem Scherbenhaufen, als der Spanier trotz Vertrags zu Renault flüchtete. Auch 2015 verspricht eine interessante Ausgangssituation, denn Alonso will nach den erfolglosen Jahren bei Ferrari endlich seinen dritten Titel sicherstellen, während McLaren in den vergangenen Jahren nicht wie ein kommendes Weltmeister-Team aussah. Und auch der Wechsel von Mercedes zum einstigen Erfolgspartner Honda bedarf vermutlich noch einer Feinabstimmung.

Alonsos ehemaliger Teamkollege Jarno Trulli rechnet nun gegenüber 'EFE' damit, dass der Leidensweg des Mannes aus Asturien weitergehen wird: "Die Situation ist schwierig und schwer zu akzeptieren, selbst für ihn, denn er will natürlich um Siege kämpfen, aber ich denke, er wird eine weitere harte Saison bei McLaren erleben." Nachsatz: "Das wünsche ich ihm nicht, aber es sieht nicht gut aus."

Trulli: Immerhin erhält Alonso Schmerzensgeld

Laut dem Italiener muss Alonso froh sein, Schmerzensgeld zu erhalten: "Derzeit ist das einzig Positive, dass Fernando gut bezahlt wird, aber aus technischer Sicht kann ich mir nicht vorstellen, dass es McLaren mit den besten drei Teams aufnehmen wird können." Der derzeitige Formel-E-Pilot sieht selbst unter den besten drei Teams ein enormes Leistungsgefälle: "Mercedes hat einen riesigen Vorteil. Die anderen werden das noch nicht aufholen können, denn Mercedes hatte im Vorjahr sicher noch Reserven."

Zumindest muss Alonso laut Trulli nicht bereuen, Ferrari verlassen zu haben. Dass es zum Bruch kam, war seiner Ansicht nach "das logische Ende, denn sowohl Fernando als auch Ferrari wollen Rennen und Titel gewinnen." Bis die Roten wieder an der Spitze mitfahren werden, kann es laut dem 40-Jährigen noch lange dauern: "So etwas schafft man nicht über Nacht. Nicht einmal in einen Jahr."

Im Vorjahr gelang es sogar Williams - 2013 nur auf Rang neun der Konstrukteurs-WM -, die Scuderia in Schach zu halten. Genau das traut er aber McLaren 2015 nicht zu: "McLaren sieht für Fernando nicht wie eine bessere Wahl als Ferrari aus."

McLaren: Wo bleibt der Hauptsponsor?

In Woking hat man währenddessen weiterhin enorme Ansprüche. Seit Ron Dennis - Alonsos ehemaliger Erzfeind - wieder das Ruder übernommen hat, ist der Druck bei McLaren deutlich angestiegen: Bereits in der bevorstehenden Saison sollen Siege eingefahren werden, auch wenn man beim ersten Test mit der neuen Honda-Antriebseinheit kaum vom Fleck kam und man während der Saison nicht die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten wie die anderen Motorenhersteller vorfindet.

Dabei hat McLaren nach wie vor keinen Hauptsponsor, obwohl Dennis dies bereits vor einem Jahr versprochen hatte. Laut Rennleiter Eric Boullier ist dies sogar eine bewusste Entscheidung. "Wir werden uns nicht wie andere Teams billig hergeben", sagt der Franzose gegenüber ''ESPN F1'. "Wir können es uns leisten, ohne Hauptsponsor anzutreten, und das ist ein Privileg. Ich will damit nicht sagen, dass wir keinen haben wollen, sondern den richtigen im richtigen Monent."

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