Kein RB14: Daniel Ricciardo relativiert Red-Bull-Updates

, 11.05.2017

Der Australier glaubt, dass Platz drei unter den Teams das höchste der Gefühle wäre und bleibe - Vorwiegend aerodynamische Änderungen für bessere Reifentemparatur

Die Red-Bull-Mannschaft erwartet trotz umfangreicher Updates an ihrem Auto keine Wunderdinge beim Spanien-Grand-Prix. Fahrer Daniel Ricciardo schätzt, dass die Österreicher am kommenden Wochenende in Barcelona weiter die dritte Kraft im Feld wären und weder Mercedes noch Ferrari Paroli bieten könnten: "Ich denke, wir stehen dort, wo wir vorher waren. Aber hoffentlich sind wir näher dran", kommentiert Ricciardo die Lage der Nation und relativiert der technischen Neuerungen seines Boliden.

Von einem RB14 - also einer Neuentwicklung des 2017er-Boliden, der auf den Namen RB13 hört - hat der Australier im Gegensatz zu niederländischen Journalisten nichts gehört. "Es ist noch immer das gleiche Auto, deswegen sollten wir vorsichtig sein", bremst Ricciardo die Erwartungshaltung und betont den großen Rückstand auf die Spitze, der Red Bull auf die Plätze fünf und sechs festnagelt: "Sogar wenn wir eine Sekunde schneller wären, würden hängen wir immer noch dort hängen."

Hinzu kommt, dass die Konkurrenz nicht geschlafen und selbst technische Finessen für den Europa-Auftakt in petto hat. "Man darf nicht erwarten, dass Mercedes und Ferrari mit leeren Händen anreisen würden", erinnert Ricciardo, ohne vor Silber und Rot für den Rest der Saison 2017 zu kapitulieren. "Unser Ziel ist es, zumindest die Lücke zu schließen", gibt er sich kämpferisch und möchte noch in diesem Jahr siegen: "Natürlich wollen wir gewinnen, aber erwarten sollten wir es nicht."

Die Neuerungen am RB13 - vorwiegend am Chassis - betreffen unter anderem den Umgang des Autos mit den Reifen. Nach dem Verbot der Wunderaufhängung kamen die Pneus zu selten in das richtige Temperaturfenster. Sonst stand bei Adrian Newey wie so häufig die Aerodynamik im Vordergrund: "Bei den mechanischen Dingen am Auto muss man bei dem bleiben, was man hat", weiß Ricciardo, "und wenn, dann geht es dabei um die Teile, die mit der Aerodynamik zu tun haben." Zum Beispiel die Seitenkästen, an die in Milton Keynes offenbar Hand angelegt wurde.

Ricciardo hofft auf einen Schneeball-Effekt, damit es mit Red Bull zügig bergauf geht: "Wenn das Update funktioniert, gibt es den Jungs in der Fabrik Zuversicht und das Momentum", sagt er und erinnert an 2017, als die Truppe Ende des Jahres zum Silberpfeil-Herausforderer wurde. "Im vergangenen Jahr wirkte sich jede Änderung positiv aus und jeder war glücklich - das ist eine tolle Motivation. Wir Fahrer müssen positiv bleiben und es dem Team rüberbringen, wenn das Auto schneller ist", so Ricciardo.

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