Kein Taktieren: Nico Rosberg fährt in Abu Dhabi auf Sieg

, 21.11.2016

Platz drei genügt dem Deutschen, doch er will die Saison 2016 mit einem Sieg krönen - Technikchef Lowe spricht von "stärkstem Jahr in Sachen Zuverlässigkeit"

Obwohl ihm im Falle eines Erfolges Lewis Hamiltons ein dritter Platz reichen würde, um Formel-1-Weltmeister 2016 zu werden, will Nico Rosberg beim Abu-Dhabi-Grand-Prix am Wochenende nicht taktieren und Platz eins ins Visier nehmen: "Ich werde alles geben, um die Saison mit einem Sieg abzuschließen", meint der Deutsche, der die vergangenen Tagen im Kreise der Liebsten verbrachte: "Ich habe mich super mit meiner Familie und Freunden erholt und fühle mich bereit dafür."

In Brasilien bemerkte er noch scherzhaft, weiterhin von Rennen zu Rennen denken zu wollen. In der Floskel hat Rosberg längst ein Stück Wahrheit erkannt: "Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger verrückt hört es sich an", fällt dem 31-Jährigen auf und will sich trotz guter Karten, die ihm die zuletzt so dominanten Mercedes-Vorstellungen in Abu Dhabi scheinbar auf die Hand zaubern, nicht in Sicherheit wiegen. "In diesem Sport ist nichts einfach, auch diesmal nicht", mahnt er.

Hamilton klingt, als hätte er seine Hoffnungen schon fast begraben: "Es war keine perfekte Saison und es scheint am Wochenende schier unmöglich zu sein, egal was ich tue", seufzt er, wenn es um den Titelhattrick geht. Dennoch steckt weiter Kampfgeist im Briten: "Ich kann und werde nicht aufgeben. Man weiß nie, was passiert - egal, wie unmöglich es auch erscheinen mag. Ich werde auf mich und meine Leistung stolz sein, so lange ich das Gefühl habe, dass ich alles gegeben habe."

Mercedes-Sportchef Toto Wolff nennt die Leistungen beider Piloten "außergewöhnlich" und kommt zu dem Schluss: "Beide wären würdige Weltmeister. Es möge der Bessere gewinnen." Dass Technikchef Paddy Lowe von "erhöhter Anspannung" in der Truppe spricht, hat überraschend nicht mit der mangelnden Zuverlässigkeit der Silberpfeile zu tun. Gegen diesen Eindruck wehrt er sich: "2016 mit Blick auf die Zuverlässigkeit tatsächlich das stärkste Jahr in der Geschichte des Teams. Das gilt sowohl technisch als auch von den Abläufen her." Dennoch steht fest, dass das Team viel mehr Punkte hätte holen können, hätte die Defekthexe nicht mehrmals dazwischengefunkt.

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