Sauber bestätigt: Marcus Ericsson auch 2017 Stammpilot

, 21.11.2016

Der Schwede verlängerte seinen Vertrag, ein Teamkollege steht aber noch nicht fest - Neues Personal als Beweggrund - Felipe Nasrs Geldgeber scheinen zu zögern

Marcus Ericsson wird ein weiteres Jahr für das Sauber-Team in der Formel 1 an den Start gehen. Wie die Schweizer am Montagmorgen bekanntgeben, hätte sich der Schwede mit der Truppe aus Hinwil auf eine Vertragsverlängerung bis Ende 2017 geeinigt. Der zweite Stammfahrer würde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. Die Meldung kommt wenig überraschend, da Ericsson dem neuen Sauber-Eigner Longbow nahestehen soll.

Er zeigt sich sehr zufrieden mit dem Deal: "Ich fühle mich wirklich wie zu Hause. Aus persönlicher Sicht konnte ich mich in der bisherigen Zeit bei Sauber als Fahrer enorm weiterentwickeln", findet Ericsson. "Wir hatten Auf und Abs, doch wir hielten immer zusammen und arbeiteten so hart, wie wir konnten. Mit dem neuen Besitzer erhielt das ganze Team einen kräftigen Schub, der uns alle in eine neue, spannende Ära führen wird." Ericsson nennt neues Personal einen wichtigen Grund.

In Zusammenhang mit Verpflichtungen wie der Jörg Zanders als Technikchef spricht er von einem "guten Zeichen für die Zukunft" und nimmt ausdrücklich die Top 10 ins Visier: "Für die nächste Saison ist es mein Ziel, auf meiner Leistung aus der zweiten Hälfte 2016 aufzubauen und die harte Arbeit mit dem Team fortzusetzen, damit wir uns im Mittelfeld etablieren und punkten können."

Auch Teamchefin Monisha Kaltenborn begrüßt die Vertragsverlängerung: "Er hat bei uns eine sehr schwierige Zeit erlebt und diese sehr gut gemeistert. In den vergangenen zwei Jahren verbesserte er sich signifikant. Sowohl was seine Persönlichkeitsentwicklung anbelangt, wie seine Fähigkeiten auf und abseits der Strecke, speziell wenn die Umstände nicht einfach sind." Er sei nicht nur ein guter Rennfahrer, sondern auch ein Teamplayer mit positiver Einstellung und motivierender Kollege.

Da Ericsson, der zuvor bei der Renault-Werksmannschaft im Gespräch war und offen um einen Sitz bei Force India buhlte, unabhängig von seinen möglichen Longbow-Verbindungen Geld mitbringt, ist Sauber einiger finanzieller Sorgen ledig. Längst nicht aller, weshalb Teamkollege Felipe Nasr trotz seines furiosen Auftritts in Brasilien mitsamt der ersten WM-Punkte 2016 weiter auf einen neuen Kontrakt warten muss. Sein Sponsor Banco do Brasil soll sein Formel-1-Engagement prüfen.

Ergo wird über mehrere Paydriver als neue Ericsson-Teamkollegen spekuliert. Darunter der frühere Sauber-Pilot und scheidende Haas-Fahrer Esteban Gutierrez, der sich in Sao Paulo mit Kaltenborn zu einem gemeinsamen Frühstück traf und über Geldgeber aus Mexiko verfügt. Auch Rio Haryanto, der neuerdings über Unterstützung aus Thailand verfügt, und der Brite Jordan King (beide zählen aktuell zur Manor-Mannschaft), werden mit den Schweizern in Verbindung gebracht.

Der 26-Jährige Marcus Ericsson debütierte vor zwei Jahren Jahr bei Caterham in der Formel 1 und wechselte 2014 zu Sauber. In seiner bisherigen Karriere in der Königsklasse fuhr er fünfmal in die Punkteränge. Im Nachwuchsbereich hatte er sich als Meister der Japanischen Formel 3 sowie als dreimaliger Laufsieger in der GP2 empfohlen.

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