Kurve 1: Nico Rosberg schweigt nach Kontroverse in Austin

, 29.10.2015

Nico Rosberg lässt sich nicht auf Lewis Hamiltons jüngste Provokationen ein und schweigt, meint aber vielsagend: "Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden"

Der Ärger nach dem Grand Prix der USA war schnell verflogen: Schon am Sonntagabend feierte Nico Rosberg in einer Bar in Austin gemeinsam mit Lewis Hamilton und dem Mercedes-Team die WM-Entscheidung, obwohl er selbst nichts zu feiern hatte. Ganz im Gegenteil: in Kurve 1 von Hamilton brutal abgedrängt, später rennentscheidenden Fahrfehler gemacht, "Cap-gate" - eigentlich hatte Rosberg keinen Grund, schon am Sonntagabend wieder den Bon-Jovi-Klassiker "Livin' on a Prayer" zu schmettern.

Mit vier Tagen Abstand scheint die Enttäuschung durchaus noch vorhanden zu sein, Rosberg lässt sich aber nicht dazu hinreißen, mit streitbaren Aussagen die ohnehin schon spannungsgeladene Stimmung im Team weiter anzuheizen: "Sorry, aber ich werde nicht ins Detail gehen, ob ich meine Herangehensweise jetzt ändere oder ob ich darüber nachdenken werde oder nicht. Ich möchte nicht in jedes kleine Detail gehen."

Noch nicht stattgefunden hat die von Sportchef Toto Wolff in Austin angekündigte Aussprache, für die Hamilton übrigens keinen Bedarf sieht - was nicht nur deutsche Medien als neuerliche Provokation in Richtung Rosberg interpretieren. "Diese Diskussion", sagt Rosberg, "muss erst noch stattfinden. Sie hat noch nicht stattgefunden. Sonst möchte ich nicht ins Detail gehen. Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden."

Weil Hamilton ohnehin schon Weltmeister ist und auch Mercedes die Konstrukteurs-WM bereits in Sotschi fixiert hat, wäre es rein theoretisch naheliegend, bei den Silberpfeilen eine Teamorder auszusprechen - schließlich geht es für Rosberg noch gegen Sebastian Vettel um den zweiten Platz in der Fahrerwertung. Momentan fehlen vier Punkte - und für Mercedes ist der WM-Doppelsieg das letzte noch verbleibende Ziel.

Aber Hamilton hat bereits angekündigt, dass er nicht für Rosberg fahren will, und der Deutsche rechnet offenbar selbst nicht mit Unterstützung: "Ich glaube nicht, dass es eine klare Änderung der Strategie geben wird. Wir werden weiter um den Sieg kämpfen. Okay, die Konstrukteurs- und Fahrer-WM ist erledigt, aber ich will gewinnen, Lewis will gewinnen, Vettel will gewinnen. Es wird ein Kampf wie immer. Ich glaube, da wird sich nicht viel ändern."

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