Lotus: Keine Schulden mehr bei Kimi Räikkönen

, 20.12.2014

Trotz der sportlichen Talfahrt ist es Lotus gelungen, das Budget zu sanieren - Schulden bei Kimi Räikkönen beglichen - Bilanz für 2014 annähernd ausgeglichen

Kimi Räikkönen ging am Ende der Saison 2013 in Austin (USA) und Sao Paulo (Brasilien) nicht mehr an den Start. Offiziell unterzog er sich vor dem Wechsel zu Ferrari einer Rückenoperation, inoffiziell hatte er wegen noch ausstehender Gehaltszahlungen angeblich keine Lust mehr, weiterhin für Lotus zu fahren. Beide Seiten bestätigten damals, dass Lotus dem finnischen Piloten noch Geld geschuldet hat, inzwischen sind diese Schulden aber beglichen.

"Die Gläubigersituation ist im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich besser geworden", erklärt Lotus-Geschäftsführer Matthew Carter gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Ein großes Element davon war Kimi Räikkönen. Er stellte einen großen Prozentsatz unserer Schulden dar, wurde aber inzwischen vollständig bezahlt." Inklusive der großzügigen Punkteprämien soll Räikkönen 2012 und 2013 rund 35 Millionen US-Dollar verdient haben.

Lotus sei "sehr erfolgreich" darin gewesen, die Schulden zu reduzieren, unterstreicht Carter. Unter anderem wurden im Zuge von Kosteneinsparungen 98 Mitarbeiter entlassen, sodass das Team nun einen Personalstand von 470 Mitarbeitern umfasst. Diese Zahl beinhaltet 30 bis 40 externe Mitarbeiter, die nur bei konkretem Bedarf beauftragt werden. 2014 wird unterm Strich ein Verlust von umgerechnet fünf bis sieben Millionen Euro stehen bleiben.

Das entspricht einer deutlichen Verbesserung der finanziellen Situation, denn 2012 hatte Lotus 55,4, 2013 64,9 Millionen Britische Pfund (umgerechnet 70,6 beziehungsweise 82,8 Millionen Euro) verloren. Dazu trägt Großsponsor PDVSA (20 Millionen Pfund) bei, der mit Pastor Maldonado zu Lotus kam, aber auch Geldgeber wie Microsoft (15), Clear/Rexona (15), Burn (3,5) und viele andere. So muss inzwischen auch Genii Capital kein eigenes Geld mehr ins Team stecken.

"Jeder spricht davon, dass Lotus am Rande des Ruins steht. Ich kann versichern, dass das nicht der Fall ist", sagt Carter. "Wir haben die Wende geschafft, von riesigen Verlusten zu einer hoffentlich annähernd ausgeglichenen Bilanz. Der Plan ist, uns erst finanziell abzusichern und dann Verbesserungen auf der Strecke zu schaffen." Das ist nach dem Rückfall vom vierten auf den achten WM-Rang und dem damit verbundenen Ausscheiden aus der Strategiegruppe auch dringend nötig.

"Da will ich gar nicht lügen: Wenn wir nächstes Jahr noch einmal eine ähnliche Saison wie 2014 abliefern, dann haben wir wirklich ein Problem", gesteht Carter. "Ich habe unseren Sponsoren viele Dinge basierend auf der Argumentation verkauft, dass wir nächstes Jahr konkurrenzfähiger sein werden. Sollte das also nicht der Fall sein, dann haben wir ein Problem." Auch weil dann die Beteiligung am Einnahmentopf der FOM niedrig bleiben würde.

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