Mercedes bekennt: Alonso ist erste Alternative für Hamilton

, 01.01.2015

Toto Wolff hat zwar "keine Eile" mit der Vertragsverlängerung des Weltmeisters, lobt aber den Spanier über den grünen Klee - Bottas ist Nummer zwei auf der Liste

Das Fahrerkarussell für die Saison 2015 hat kaum aufgehört, sich zu drehen, da tauchen die ersten Spekulationen um die Cockpitbesetzung für das darauf folgende Jahr auf. Anlass gibt die Tatsache, dass die avisierte Vertragsverlängerung Lewis Hamiltons bei Mercedes bislang nicht Wirklichkeit geworden ist - obwohl sich beide Parteien nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi an einen Tisch hatten setzen wollen. 'Autosport' vermutet, dass deshalb Fernando Alonso bei den Silberpfeilen ins Spiel kommt.

Das Magazin bezeichnet den Spanier, der erst vor wenigen Wochen zu McLaren wechselte, als "Ersatzlösung". Toto Wolff denkt nicht soweit: "Ich bin optimistisch. Es genießt Priorität, mit beiden Fahrern weiterzumachen", spielt der Mercedes-Motorsportchef im Gespräch mit der 'Gazzetta dello Sport' auf den Vertrag an, den Nico Rosberg im Sommer unterschrieb. Trotzdem bekennt er: "Sollte das unmöglich sein, ist Alonso erste Alternative, gefolgt von Valtteri (Williams-Pilot Bottas; Anm. d. Red.)."

Kontakte zum Weltmeister-Team wurden Alonso schon im Herbst nachgesagt, als seine Zukunft in der Formel 1 unsicher und ein Sabbatjahr mit anschließendem Drive bei Mercedes denkbar schien. Laut italienischen Medien soll in seinem Kontrakt bei McLaren eine Ausstiegssklausel festgehalten sein, die ihm 2016 einen Abgang zu Mercedes ermöglicht respektive bei anhaltender Erfolglosigkeit des Teams die Türen öffnet.

Ron Dennis hatte die Existenz eines solchen Passus im Rahmen der Fahrerbekanntgabe allerdings entschieden dementiert. Auch Niki Lauda hatte entsprechende Spekulationen in seiner Funktion als Aufsichtsratschef des Mercedes-Formel-1-Teams zurückgewiesen. Wolff will ohnehin am Plan A mit Hamilton festhalten. "Es gibt keine Eile. Wir werden das im Verlauf des Jahres besprechen", erklärt der Österreicher.

Für ihn ist eine prominente und realistische Alternative bei der Gehaltsdiskussion mit dem neuen Champion möglicherweise von Nutzen. Wolff lobt Alonso: "Er ist in jedem Auto ein gefährlicher Kontrahent. Sitzt er in einem Wagen, der gut ist für Rang sechs, wird er damit Dritter." Sollte sich Hamilton nicht mit Mercedes auf eine Erneuerung seines Ende 2015 auslaufenden Vertrags einigen, darf die Option Bottas nicht übersehen werden: Der Finne beeindruckte bei Williams und wurde jahrelang von Wolff gemanagt.

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