Neuer Kupplungshebel: Lewis Hamiltons Startprobleme gelöst?

, 18.03.2017

Mercedes soll einen Pedal mit zwei Fingermulden entwickelt haben, um den Piloten noch mehr Gefühl zu geben - Rosberg verrät Hamiltons Starts: "Er hatte Probleme"

Offenbar macht sich Lewis Hamilton die Akribie seines ehemaligen Teamkollegen Nico Rosberg zu eigen und will seine Startprobleme aus dem Jahr 2016 mit einem technischen Clou lösen. Wie 'Autosport' berichtet, hätte seine Mercedes-Mannschaft am Lenkrad des neuen Boliden W08 einen speziellen Kupplungshebel verbaut. Er soll mit einer den Fingern angepassten Form das ab der kommenden Saison viel kniffligere Prozedere beim Losfahren unterstützen und für mehr Gefühl sorgen.

Statt einer einfachen Platte als Endteil, auf die der Pilot die Finger auflegen muss, sollen die Silberpfeile einen dem Zeige- und Mittelfinger angepassten Aufsatz mit zwei Mulden entwickelt haben. So können Hamilton und Valtteri Bottas das Kupplungspedal nach dem Rollen auf ihren Startplatz anziehen und bei grüner Ampel komfortabler den Schleifpunkt suchen. Dann drückt der Hebel passgenau auf die Finger und ein Abrutschen ist sogar bei hohem Druck praktisch ausgeschlossen.

Die Tüfteleien an perfekten Starts sind für Mercedes kein Novum: Rosberg ließ sich im vergangenen Jahr die Nähte seiner Handschuhe nach außen verlegen, damit sie nicht mit der Steuerung der Kupplung in Berührung kommen und stören. "Da muss die Berührung nämlich so präzise sein wie beim Gitarre spielen", erklärt der zurückgetretene Champion im Gespräch mit dem 'ZEITmagazin MANN' und erinnert daran, dass Rivale Hamilton an der Idee mehr als interessiert gewesen wäre.

Rosberg meint: "Lewis hat das erst ein paar Rennen vor Schluss mitbekommen und nachgemacht. Er hatte das ganze Jahr über Probleme mit seinen Starts, meine waren besser, vielleicht lag das auch daran." Ob die Handschuhe schuld waren oder nicht: Verpatzte erste Meter kosteten Hamilton 2016 mehrmals die Chance, einen Grand Prix zu gewinnen und am Ende möglicherweise den vierten WM-Titel seiner Laufbahn. Offenbar möchte er diesbezüglich nichts mehr dem Zufall überlassen.

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