Bernie Ecclestone: "Hätte es anders gemacht als Liberty"

, 17.03.2017

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone erklärt,wieso er gegen Liberty trotz des Rauswurfs keinen Groll hegt, wie er agiert hätte und zu wie vielen Rennen er 2017 reisen wird

Anfang 2017 wurde Bernie Ecclestone völlig überraschend als Formel-1-Boss abgesetzt. Laut eigenen Angaben hegt der 86-Jährige aber keinen Groll gegen die neuen Formel-1-Besitzer von Liberty Media. "Und zwar überhaupt nicht, denn ich weiß wie die Welt funktioniert", meint der Brite gegenüber 'Sky Sports News'. Zumal die Vorgehensweise laut Ecclestone typisch US-amerikanisch sei. "Sie haben das Auto gekauft, also wollen sie es selbst fahren."

Er selbst hätte allerdings "wahrscheinlich" auf eine andere Herangehensweise gesetzt, hätte er die Formel 1 von Liberty Media übernommen. "Ich hätte sie gebeten, eine Zeitlang mit mir zu arbeiten, hätte ein Jahr gewartet und mich dann gefragt: 'Hat es funktioniert oder nicht?' Es hat nicht funktioniert? Dann tut es mir Leid, ihr müsst gehen..."

Nachdem die Formel 1 über mehrere Jahrzehnte alleine von Ecclestone geführt wurde, setzt Liberty Media nun auf eine Dreierspitze aus Geschäftsführer Chase Carey sowie Ross Brawn und Sean Bratches, die sich um den sportlichen und den kommerziellen Bereich kümmern.

Ecclestone selbst wurde als mit dem Titel Chairman emeritus für seine Verdienste gewürdigt, doch das bedeutet dem Briten nichts. Das heißt allerdings nicht, dass er das Formel-1-Fahrerlager in Zukunft meiden will, wie er ankündigt. "Ich wurde gebeten und eingeladen, zu den meisten Rennen zu kommen, also muss ich mir das anschauen. Ich werde wahrscheinlich zumindest die Hälfte besuchen."

Dass er für die Krise in der Formel 1, die kleinen Teams nagen am Hungertuch und die Zuschauerzahlen sinken, verantwortlich ist, will er nicht gelten lassen, obwohl er glaubt, dass dies mit seinem Rauswurf in Zusammenhang stehen könnte.

"Die Leute denken - und das hat auch Chase gesagt -, dass ich in den vergangenen drei Jahren keine sehr gute Arbeit geleistet habe", erklärt Ecclestone. "Ich bin aber anderer Meinung, CVC ist anderer Meinung, denn ich habe Einnahmen von 1,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr gewährleistet, weshalb ihre Anteile sehr viel wert waren. Hätte ich schlecht gearbeitet, dann hätten die Leute die Anteile günstiger kriegen können."

Jetzt kommentieren
Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Formel 1-News

Kehrt der Mercedes-Stern schon bald wieder auf den McLaren zurück?

Medienberichte: McLaren fragt bei Mercedes wegen Motoren an

Steht die Partnerschaft von McLaren und Honda unmittelbar vor dem Aus? Laut übereinstimmenden Medienberichten klopft das Team aus Woking die Möglichkeit ab, ab 2018 wieder Antriebe bei Mercedes zu …

Daniel Ricciardo hat die Konkurrenten im Visier - und McLaren längst abgehängt?

Daniel Ricciardo: Favoritenrolle für Vettel, Mitleid …

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo bemitleidet McLaren-Konkurrent Fernando Alonso wegen seines lahmenden Dienstwagens. Im Gespräch mit der 'Gazzetta dello Sport' bezeichnet er den Spanier als "armen, armen …

Lewis Hamilton, damals noch im McLaren-Dress und Damon Hill

Damon Hill warnt Mercedes: Lewis Hamilton ist schnell weg

Der frühere Formel-1-Weltmeister Damon Hill ist überzeugt, dass Lewis Hamilton dem Mercedes-Werksteam schneller den Rücken kehren könnte als viele glauben. Sollte es sportlich nicht rund …

Paddy Lowe kehrt nach seinem Mercedes-Abschied wie erwartet zu Williams zurück

Endlich offiziell: Paddy Lowe kehrt zu Williams zurück

Die Spatzen pfiffen es bereits seit mehr als einem Monat von den Dächern, nun ist die Rückkehr von Paddy Lowe zu Williams offiziell . Der 54-Jährige wird dort zum einen mit sofortiger Wirkung …

Sebastian Vettel sieht der Saison 2017 mit einer Portion Vorsicht entgegen

Vettel nach Krise und Wutausbrüchen: "Nicht dünnhäutig"

Sebastian Vettel zeigt sich unbeeindruckt von Kritikern, die ihm unterstellen, im vergangenen Jahr zu empfindlich auf skeptische Medienberichte bezüglich der Leistungen seiner Ferrari-Truppe reagiert zu …

AUCH INTERESSANT
20 unglaubliche Fakten: Pikes Peak und der Fabel-Rekord

AUTO-SPECIAL

20 unglaubliche Fakten: Pikes Peak und der Fabel-Rekord

Härter, schneller und noch krasser: „Pikes Peak“ ist der „Heilige Gral“ unter den Bergrennen und geht in die Extreme. Volkswagen war dort so schnell wie niemand zuvor und schaffte es, einen …


Formel1.de

TOP ARTIKEL
Ford Mustang Bullitt 2018: Der erste Check und der Preis
Ford Mustang Bullitt 2018: Der erste Check und …
Seat Ibiza FR 2018: Was reißen drei Zylinder im Sport-Test?
Seat Ibiza FR 2018: Was reißen drei Zylinder im …
Louis Vuitton Ferrari gehört 15-jährigem
Louis Vuitton Ferrari gehört 15-jährigem
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
Skoda Fabia Monte Carlo Test 2019: Der sportliche Einstieg
Skoda Fabia Monte Carlo Test 2019: Der …
Jaguar I-Pace Test: Bringt dieser Elektro-SUV die Wende?
Jaguar I-Pace Test: Bringt dieser Elektro-SUV …
LKW Versicherung: So einfach gibt es das günstige Paket
LKW Versicherung: So einfach gibt es das …
VW Touareg R-Line 2018 Test: Das Update auf ein neues Level
VW Touareg R-Line 2018 Test: Das Update auf ein …
BMW X4 M40d 2018 Test: Was er besser kann als der BMW X3
BMW X4 M40d 2018 Test: Was er besser kann als …


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Torpedo Run Logo
  • Motorsport Total Logo
  • autoaid Logo