Nico Hülkenberg: Mit Raketenstart zum nächsten Top-Resultat

, 05.07.2015

Dank eines perfekten Starts und eines starken ersten Stints sichert sich Nico Hülkenberg beim Rennen der Formel 1 in Silverstone den siebten Platz

Die Erfolgsserie von Nico Hülkenberg in der Formel 1 hält an. Beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone fuhr der Force-India-Pilot am Sonntag auf Platz sieben und damit im dritten Rennen in Folge in die Punkteränge. Die Grundlage dafür legte Hülkenberg mit einem herausragenden Start, der ihn von Platz neun auf Position fünf katapultierte, und einem starken ersten Stint, in dem der Deutsche die beiden Ferraris von Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel in Schach hielt.

"Ein durchweg positives Wochenende. Als Neunter gestartet, als Siebter ins Ziel, insgesamt ein guter Schnitt", bilanziert Hülkenberg das Rennwochenende in England. Schon auf den ersten Metern des Rennens ging der Le-Mans-Sieger an einigen Konkurrenten vorbei. "Der Start war sensationell, das ging richtig gut vorwärts. Ich habe am Start drei, vier Autos überholt und lag dann an Postion fünf", blickt Hülkenberg auf die Startphase zurück.

Doch was war das Geheimnis dieses sensationellen Starts? "Die Kupplung hat mal gestimmt", verrät Hülkenberg. "Es gibt verschiedene Einstellungen für den Druckpunkt der Kupplung, und der hat diesmal richtig gespasst. Der war heute perfekt, und ich bin wirklich abgegangen wie eine Rakete."

Boxenstopp spült die Ferraris vorbei

Damit katapultierte sich der Deutsche vor die beiden Ferraris, die am runderneuerten VJM08 zunächst keinen Weg vorbei fanden. "Das hat mich ehrlich gesagt ein wenig überrascht", sagt Hülkenberg. Doch er wusste, dass er Vettel und Räikkönen nicht ewig würde hinter sich halten können. Denn: "Sie haben die Gabe, besser mit den Reifen umzugehen, sie können früher an die Box kommen und dann länger mit den Reifen fahren", sagt Hülkenberg.

Und so kam es dann auch. In Runde 15 beziehungsweise 16 bogen Räikkönen und Vettel an die Box ab, um von medium auf hart zu wechseln, erst in Runde 20 zog Hülkenberg nach. Diese wenigen Runden reichten den Ferrari-Piloten aus, um auf frischen Reifen den Rückstand auf den Force-India-Piloten aufzuholen, sodass Hülkenberg hinter ihnen auf die Strecke zurückkam.

Gegen Rennende sorgte dann der einsetzende Regen noch einmal für Spannung - auch bei Hülkenberg. "Das war noch einmal ein Ritt auf der Rasierklinge, aber hat Spaß gemacht", sagt er. Aufgrund der zunächst wechselnden Verhältnisse gab es regen Funkkontakt zwischen Hülkenberg und seiner Box. "Es hat erst hinten angefangen in Kurve 7, sonst aber nirgendwo. Dann hat er wieder aufgehört, dann kam er wieder, aber richtig."

"Neuer" Force India sehr ordentlich

Für Hülkenberg allerdings genau zum falschen Zeitpunkt. "Ich bin gerade an der Boxeneinfahrt vorbeigefahren, als sich der Himmel geöffnet hat. Ich musste dann die ganze Runde auf den Slicks überleben", berichtet er. Doch dieser Überlebenskampf gelang dem Deutschen, der mit Platz sieben sechs weitere Zähler einfuhr und damit WM-Rang neun festigte.

Glücklich macht Hülkenberg auch das Upgrade-Paket des VJM08, das "sehr ordentlich" sei. "Auf jeden Fall haben wir einen richtig guten Schritt nach vorne gemacht. Ich fühle mich deutlich wohler im Auto", so Hülkenberg, der aber mahnt: "Wir dürfen jetzt nicht stillstehen, wir müssen weiter arbeiten und haben noch einiges vor uns."

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