Nico Rosberg: 0:1 hinten, aber ein starkes Team im Rücken

, 16.03.2015

Nico Rosberg musste in Australien den ersten Gegentreffer von Lewis Hamilton hinnehmen, doch der Deutsche hat dem Briten auch die Taktiktafel hingehalten

Der Große Preis von Australien ist schon wieder Geschichte, und in der Formel 1 scheint sich über den Winter kaum etwas verändert zu haben - zumindest an der Spitze. Mercedes lässt die Konkurrenz immer noch am ausgestreckten Arm verhungern und behält einen großen Respektabstand, Toto Wolff und Niki Lauda können immer noch vergnügt in die Kamera lachen und die Teamanstrengung loben - und Nico Rosberg ist weiterhin nur die Nummer 2 hinter einem furiosen Hamilton.

"Okay, es steht 1:0 für Lewis", muss der Wiesbadener nach dem Wochenende eingestehen. Zwar lag er in den Trainingssitzungen stets vor seinem weltmeisterlichen Teamkollegen, doch im entscheidenden Moment legte Hamilton noch eine Schippe drauf: "Er hat mich im Qualifying geschlagen, weil ich einfach nicht den besten Tag erwischt habe, und ich muss schauen, dass ich es beim nächsten Rennen besser mache", so Rosberg. "Das war eigentlich der entscheidende Punkt vom Wochenende."

Im Rennen hatte Rosberg dann keine Chance, seinen Stallgefährten zu attackieren. Schuld ist er dabei selber mit: "Am Freitagabend hat er auch das komplette Setup von mir übernommen", meint der Deutsche, dass Hamilton auch von seiner Arbeit profitiert habe. Das sei aber völlig okay: "Das darf er natürlich", sagt Rosberg. "Somit war er dann im Rennen so schnell wie ich, und es gab keinen Weg vorbei."

Doch natürlich kann der Silberpfeil-Pilot auch mit einem äußerst lachenden Auge die Heimreise antreten, denn nun hat er die Gewissheit, dass der F1 W06 Hybrid wieder das mit Abstand schnellste Auto im Feld ist, und dass er wohl wieder ein gute Chance auf den WM-Titel haben wird. "In allererster Linie ist es einfach gigantisch, was für ein Auto Mercedes uns wieder gebaut hat", lobt er in seiner Videobotschaft. "Der Silberpfeil läuft wie auf Schienen, und darauf bin ich natürlich sehr stolz. Das macht natürlich eine Riesenfreude."

Sein persönliches Highlight des Wochenendes war aber die Podiumszeremonie mit dem "Terminator", Arnold Schwarzenegger. "Das war gigantisch", grinst Rosberg. "Er hat 'I'll be back' gesagt, und da sind die Fans ausgerastet - das war schon cool."

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