Pascal Wehrlein: Formel-1-Rookie als Teamleader

, 26.02.2016

Zwei "Rookies" mit unterschiedlichen Voraussetzungen: Weshalb Pascal Wehrlein in seiner ersten Formel-1-Saison bei Manor zum Teamleader wird

Schaut man auf die Anzahl der gefahrenen Grands Prix, gehen die beiden Manor-Piloten Pascal Wehrlein und Rio Haryanto mit der gleichen Erfahrung in die Formel-1-Saison 2016. Beide werden beim Saisonauftakt in Melbourne (20. März) ihr erstes Rennen in der Formel 1 fahren. Doch in Wirklichkeit gehen beide mit einem völlig anderen Erfahrungsschatz in ihre erste Formel-1-Saison, weshalb Rennleiter Dave Ryan Vergleiche seiner beiden Piloten aktuell noch nicht für fair hält.

"Pascal kam als amtierender Meister und ist schon viele Kilometer in einem Formel-1-Auto gefahren, und zwar dem besten im Feld", sagt Ryan. Wehrlein wurde im vergangenen Jahr Meister der DTM und war in den vergangenen beiden Jahren als Entwicklungsfahrer für Mercedes im Einsatz. In dieser Funktion saß er nicht nur im Simulator, sondern fuhr im vergangenen Jahr auch mehrmals den aktuellen W06 auf der Rennstrecke .

Daher ist der Deutsche für Rennleiter Ryan auch kein Rookie im klassischen Sinne. "Er hat eine Menge Erfahrung und wusste, was ihn erwartet. Für ihn ist möglicherweise der Wechsel zu Manor das große Problem."

Deutlich anders ist die Ausgangslage bei seinem Teamkollegen. "Bei Rio ist es das genaue Gegenteil, er steigt zum ersten Mal auf", stellt Ryan fest. Haryanto war in den vergangenen Jahren in der GP2 aktiv und kam in dieser Woche mit der Erfahrung von gerade einmal 640 Kilometern im Marussia zum Test nach Barcelona.

"Beide haben also völlig unterschiedliche Voraussetzungen, aber es sind beides tolle Jungs. Es macht Spaß mit ihnen", sagt Ryan. Doch die Rollenverteilung im Team ist klar verteilt. Wehrlein muss in seiner Debütsaison gleich in die Rolle des Teamleaders schlüpfen. "Pascal hat für sein Alter unglaublich viel Erfahrung, auf ihn müssen sich die Ingenieure verlassen", so Ryan.

Haryanto sei hingegen ein wirklicher Rookie, dem Rennleiter Ryan Fehler wie den Abflug am Donnerstag beim Test in Barcelona am Anfang verzeiht. "Ich wäre ehrlich gesagt überrascht gewesen, wenn er keine Zwischenfälle gehabt hätte. So lange er daraus lernt, ist alles in Ordnung."

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