Toro-Rosso Teamchef Tost kritisiert Strafpunkte-System

, 25.02.2016

Franz Tost lehnt das aktuelle System der Strafpunkte in der Formel 1 ab, weil es mutige Überholmanöver verhindere

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost kritisiert das aktuelle System der Strafpunkte in der Formel 1. "Ich bin gegen das aktuelle System", wird Tost von der niederländischen Tageszeitung 'De Telegraaf' zitiert. Dieses ermöglicht der Rennleitung, Piloten bei Vergehen auf der Rennstrecke je nach Schwere eine unterschiedliche Anzahl von Strafpunkten zu erteilen. Erreicht das Punktekonto innerhalb von zwölf Monaten einen Wert von zwölf, wird der Fahrer automatisch für ein Rennen gesperrt.

Das droht Tosts Piloten Max Verstappen in der Frühphase der Saison. Nach einigen missglückten Aktionen aus dem vergangenen Jahr geht der junge Niederländer mit acht Strafpunkten in die Saison. Sammelt er bis zum Mai 2016 (dann verjähren die Strafpunkte wegen seiner Kollision mit Romain Grosjean in Monaco) weitere vier Punkte, muss er ein Rennen aussetzen.

Dieses System sei für die Fahrer wie eine Bremse im Kopf meint Tost und verhindere mutige Attacken. "Im vergangenen Jahr hat Max tolle Überholmanöver gezeigt, und genau das wollen die Leute sehen", so Tost. "Aber jeder Überholversuch ist auch ein Risiko."

Und dieses Risiko werde für Verstappen nach Einschätzung seines Teamchefs in diesem Jahr steigen, da die Konkurrenz nun um seine Fähigkeiten wisse und Überraschungsangriffe damit abwehren könne. "Überholmanöver wie in Blanchimont könnten jetzt schwieriger sind, denn die Gegner sind jetzt vor Max gewarnt", meint Tost.

Vor der zweiten Formel-1-Saison Verstappens sieht Tost den Lernprozess bei seinem 18-jährigen Fahrer im Wesentlichen für abgeschlossen an. "Was das reine Rennfahrern betrifft, können wir Max nichts mehr beibringen", sagt er. "Als Team müssen wir sicherstellen, dass er das bestmögliche Auto hat. Der Rest kommt dann von alleine."

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