Pascal Wehrlein: Ich wäre bereit für Mercedes

, 13.08.2016

Der Manor-Pilot will sich für höhere Aufgaben empfehlen, weiß aber, dass die Tür bei den Weltmeistern nach der Vertragsverlängerung von Nico Rosberg erst mal zu ist

Mit einigen guten Resultaten, aber vor allem mit dem sensationellen Punktgewinn beim Großen Preis von Österreich in Spielberg Anfang Juli, machte Formel-1-Neuling Pascal Wehrlein in der ersten Hälfte der Saison 2016 auf sich aufmerksam. Der Manor-Pilot absolviert eine ordentliche Premierensaison, auch wenn es ihm mit dem Hinterbänkler-Team schwerfällt, regelmäßig ins Rampenlicht zu fahren. Mit gerade einmal 21 Jahren muss er Geduld beweisen und lernen - auch, wenn er sich selbst schon mehr zutrauen würde.

Wie alle Piloten träumt er von einem Wechsel zu einem Topteam und sieht sich gerüstet: "Natürlich wäre ich bereit, den Mercedes zu fahren, aber so habe ich eben noch etwas mehr Zeit", sagt Wehrlein im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. Vor wenigen Wochen bestätigte Weltmeister-Team Mercedes die Vertragsverlängerung mit dem WM-Zweiten Nico Rosberg, der weitere zwei Jahre im Silberpfeil sitzen wird. Die Tür für Mercedes-Junior Wehrlein ist damit zumindest bis zur Saison 2018 zu.

Wie geht der Rookie mit der Perspektive um, weiterhin mit unterlegenem Material kämpfen zu müssen? "Geärgert habe ich mich gar nicht, denn ich wusste ja schon über die Situation Bescheid", kommentiert er den Rosberg-Vertrag. "Ehrlich gesagt habe ich auch gar nicht erwartet, nächstes Jahr im Mercedes zu sitzen." Der DTM-Sieger von 2015 schätzt seine Situation realistisch ein und will weiterhin möglichst viele Erfahrungen sammeln: "Dafür reicht einfach die Zeit nicht, um sich an alle Strecken, das Formel-1-Umfeld und das Auto zu gewöhnen", wähnt er noch einen weiten Weg vor sich.

Als nächste Hürde stellt sich ihm der talentierte Neuling Esteban Ocon in den Weg, der ab dem Großen Preis von Belgien in Spa sein Teamkollege bei Manor und damit Nachfolger von Rio Haryanto sein wird. Nur wenn sich Wehrlein gegen Ocon, der ebenfalls Teil des Mercedes-Nachwuchsprogramms ist, durchsetzt, darf er weiterhin vom Silberpfeil träumen.

Und so will sich der Deutsche noch nicht zuviele Gedanken machen, was die Zukunft für ihn bereithält. Denkbar wäre ein nächster Schritt zu einem anderen Mercedes-Kundenteam, beispielsweise Force India, sollte dort Sergio Perez das Weite suchen. Auch eine weitere Saison bei Manor scheint realistisch: "Momentan habe ich einen Vertrag mit Manor über ein Jahr. Mal sehen, was danach kommt. Es werden jetzt aber bald Gespräche stattfinden", hält sich der 21-Jährige alle Optionen offen. Das vollständige Interview mit Pascal Wehrlein lesen Sie am Sonntag bei 'Motorsport-Total.com'.

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