Red Bull in Brasilien: Wer startet für Renault von hinten?

, 06.11.2015

Daniel Ricciardo oder Daniil Kwjat soll die neueste Ausbaustufe des V6-Hybrid testen, die Erwartungen sind niedrig - Strecke ohne "Wow!"-Effekt

Auf dem Papier ist für Red Bull in den beiden abschließenden Saisonrennen 2015 nicht mehr viel zu holen: Platz vier in der Konstrukteurs-WM scheint zementiert und wenn es nicht regnet, dürften die Österreicher weder in Brasilien noch in Abu Dhabi schnell genug für ein Spitzenresultat sein. Trotzdem wird Sao Paulo mit Spannung erwartet: Im Auto von Daniel Ricciardo oder Daniil Kwjat soll die neueste Ausbaustufe des Renault-Antriebs zum Einsatz kommen, auf die bisher verzichtet wurde.

Während beim US-Grand-Prix die bei einem Tausch fällige Strafversetzung in der Startaufstellung die Gelegenheit verhagelt hätte, bei einem Regenrennen zu glänzen, war in Mexiko die Höhenlage das Problem. Rund 1.400 Höhenmeter tiefer ist die Zeit reif für einen V6-Hybrid, in den elf der zwölf verbliebenen Token zur Antriebsentwicklung unter der Saison geflossen sind - von dem sich die Franzosen aber trotzdem nur 0,15 bis 0,3 Sekunden Zeitgewinn pro Runde versprechen.

Wer die Strafe auf sich nimmt, scheint noch unklar. Für Renault aber wird der Erfolg des Projekts mit Blick auf ein mögliches Werksengagement ab 2016 zukunftsweisend - und auch für Red Bull, sollte das Team im kommenden Jahr wirklich mit einer "Inkognito"-Version des Triebwerks an den Start gehen. Bei Ricciardo ist die Erwartungshaltung gedämpft, was auch am Autodromo Carlos Pace liegt: "Ich finde, dass es die Strecke einfach nicht bringt", bekennt der Australier.

"Es gibt nicht eine Kurve, die einen befriedigen würde. Ich will sie nicht langweilig erscheinen lassen, weil sie es nicht ist, aber genau wie in Russland gibt es keine Kurve die einen 'Uhuuuuu' jubeln lässt", erklärt Ricciardo. Das Layout sei gut, aber es fehle an Grip, um sich festzukrallen. Kwjat ist derweil gespannt, wie sich die Umbauten im Fahrerlager ausgewirkt haben. "Es war eines der kleinsten überhaupt und die Teams hatten ihre Schwierigkeiten, dort zu arbeiten. Was auch immer unternommen wurde, die Atmosphäre wird jetzt eine andere sein", schätzt der Russe.

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