Renault-Fahrer: Hülkenberg als Vorbild für zwei Youngster

, 21.02.2017

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul lobt das Fahrertrio und spricht über ihre Stärken - Nico Hülkenberg als Teamleader für Jolyon Palmer und Sergei Sirotkin

Bei der Präsentation des neuen Renault R.S.17 standen auch die drei Fahrer neben ihrem neuen Arbeitsgerät. Nico Hülkenberg ist neu im Team. Jolyon Palmer darf eine zweite Saison an Board bleiben, und auch mit Testfahrer Sergei Sirotkin herrscht Kontinuität. Die Hoffnungen der Teamführung liegen auf Hülkenberg, der mit Renault langfristig große Erfolge feiern will. "Zu Nico muss ich wohl nicht viel sagen", schmunzelt Teamchef Cyril Abiteboul in Richtung des Deutschen.

In der Formel 1 wartet Hülkenberg zwar noch auf seinen ersten Podestplatz, obwohl er zu den talentiertesten Fahrern im Feld zählt. "Er hat in seiner Debüt-Saison seine erste Pole-Position mit Williams geholt, hat im ersten Anlauf mit Porsche die 24 Stunden von Le Mans gewonnen und hat eine große Rolle dabei gespielt, Platz vier in der Konstrukteurswertung für Force India zu holen", zählt Abiteboul die Erfolge seines neuen Fahrers auf. "Vor all diesen Teams haben wir großen Respekt und sie sind ein Vorbild für uns. Und genauso wird Nico ein Vorbild für viele sein."

Vor einem wichtigen Jahr steht auch Palmer. Der Brite debütierte 2016 in der Formel 1 und stand lange im Schatten seines Teamkollegen Kevin Magnussen, der künftig bei HaasF1 fahren wird. Palmer machte über das Jahr gesehen deutliche Fortschritte und sammelte in Malaysia seinen ersten (und bisher einzigen) WM-Punkt. "Was mich vergangenes Jahr beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass wir als Team zusammengestanden und ihm als junges Talent ermöglicht haben, aus seinen Schwierigkeiten heraus zu wachsen und stärker zu werden", betont Abiteboul.

Die Leistungssteigerung brachte Palmer schließlich auch die Vertragsverlängerung. Nach einem Jahr als Testfahrer beim Vorgängerteam Lotus steht der Brite nun vor seiner zweiten vollen Formel-1-Saison. "Er hat ein bemerkenswertes letztes Saisondrittel hingelegt und dabei starke Rennen in Malaysia und Japan gezeigt", erinnert der Teamchef, dass Palmer zurecht bei Renault geblieben ist. "Er hat den nötigen Teamgeist und wir sind froh, mit ihm weiterzumachen. Wir werden gemeinsam wachsen."

Zusätzliche Erfahrungen wird auch Sirotkin sammeln dürfen. Der Russe steht für den Fall der Fälle als Ersatzfahrer bereit. Außerdem soll er weitere Trainingseinsätze am Freitagvormittag bekommen. Im Vorjahr durfte Sirotkin in Sotschi und Interlagos fahren. "Für Sergei gilt Ähnliches hinsichtlich der Kontinuität: Wir sind froh, mit ihm weiterzumachen", so Abiteboul. "Nach einer sehr guten GP2-Saison wird er sich weiter auf seine Rolle als Reservefahrer für das Team konzentrieren. Er wird an Freitagen mehr Gelegenheiten im Auto erhalten."

Ob Sirotkin eine dritte Saison in der GP2-Serie bestreiten wird, ist noch offen. Derzeit ist er für kein Cockpit bestätigt. Theoretisch wäre bei ART noch ein Platz frei. Beide Male beendete der 21-Jährige die GP2 auf Platz drei. Nun soll er noch stärker in das Renault-Team eingebunden werden. "Was das gesamte Team am meisten beeindruckt, ist sein hohes Maß an Professionalität. Sein Wille, ständig in der Fabrik und im Simulator zu sein, hat es uns wirklich angetan", lobt Abiteboul den Russen. "Er ist sehr fokussiert und mental stark, deshalb halten wir ihm im Team."

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