Renault stellt klar: Illmor arbeitet nur am Verbrennungsmotor

, 07.02.2016

Der neue Renault-Technikchef Bob Bell erklärt, dass Illmor nur am Verbrennungsmotor der Formel-1-Antriebseinheit der Franzose arbeitet

In dem Bemühen, die eigene Antriebseinheit in der Formel 1 leistungsfähiger zu machen, greift Renault mittlerweile auf die Hilfe des Schweizer Motorenbauers Mario Illien und dessen Firma Illmor zurück. Diese kümmern sich allerdings nur um eine Komponente des komplexen Hybrid-Aggregats, wie der neue Technikchef des Renault-Werksteams, Bob Bell erklärt.

"Sie sind nur an der Entwicklung des Verbrennungsmotors beteiligt, denn ihnen fehlt das Fachwissen für die elektrische Seite. Wir arbeiten bei der Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors eng mit ihnen zusammen", sagt Bell. Die Zusammenarbeit zwischen Illmor und Renault hatte im vergangenen Jahr Red Bull eingefädelt. Nach anfänglichem Sträuben sind die Franzosen nun aber von der Kooperation überzeugt.

"Mario ist ein sehr kreativer Motorendesigner mit einer Menge Erfahrung, daher ist sein Beitrag ohne Frage sehr wertvoll", erklärt Bell. Allerdings stellt der Technikchef klar, dass Illmor nur ein Bestandteil des Versuchs ist, die Leistungskrise der eigenen Antriebseinheit zu überwinden.

"Es geht nicht nur darum, die kreativen Ideen von Mario umzusetzen. Renault gehen die guten Ideen auch nicht aus, dort gibt es viele clevere Leute", stärkt Bell den eigenen Mitarbeitern den Rücken. "Es geht darum, die Kapazitäten bei Ingenieuren und Prüfständen zu erhöhen, damit wir besser werden."

So leisten auch andere Partner ihren Beitrag zur Weiterentwicklung der Renault-Antriebseinheit. Sportchef Cyril Abiteboul hatte am Mittwoch im Rahmen der Präsentation des neuen Renault-Werksteams erklärt, dass man bei der Entwicklung des Energierückgewinnungssystems zukünftig mit Infiniti zusammenarbeiten wolle.

Infiniti ist teil des Renault-Nissan-Konzerns und war bis zum vergangenen Jahr Titelsponsor des Formel-1-Teams von Red Bull. Nachdem dieses die Renault-Antriebseinheiten in dieser Saison unter dem Namen des Uhrenherstellers TAG-Heuer einsetzen wird, ist das Logo von Infiniti zukünftig auf den Werksautos von Renault zu sehen.

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